Zammad
Zammad GmbH ·zammad.com· Stand: 2026-07-30
Dieses Werkzeug mit KI durchgehen
Unser Urteil
Ein Ticketsystem verschafft keinen Vorsprung, es verhindert Rückstand. Ohne eines gehen Vorgänge verloren und niemand kann Zusagen belegen. Mit einem ist ein Unternehmen noch nicht unterscheidbar, denn die Wettbewerber haben auch eines. Der Unterschied zu den anderen Werkzeugen dieser Klasse liegt nicht im Funktionsumfang, sondern in der Ausstiegskante: Quellcode unter AGPLv3, Daten in einer eigenen Datenbank, Betrieb im eigenen Rechenzentrum möglich. Wer damit arbeitet, kauft keine Abhängigkeit mit ein.
Belege:Tarifpreise, Agentengrenzen, Supportpakete, Preis je KI-Aufruf, Testzeitraum, KündigungsfristZur QuelleSpeicherort ausschließlich in Deutschland, ISO-27001-Aussage für Professional und Plus, Verweis auf den AuftragsverarbeitungsvertragZur QuelleSelbstbetrieb ohne Lizenzkosten, Supportvertrag als freiwillige ZusatzleistungZur QuellePrüfprotokoll schreibgeschützt, Löschung nach zwölf Monaten, Frist nicht einstellbarZur QuelleAuswahl der Sprachmodelle, Zammad AI in der EU betrieben, keine Verwendung sensibler Anfragen für TrainingZur QuelleUmzug auf einen anderen Server über Sicherung und Rücksicherung, Hinweis auf den Weg aus der gehosteten FassungZur QuelleLizenz AGPLv3, Quellcode im Eigentum der Zammad Foundation, unabhängig von der Zammad GmbHZur QuelleRechtsperson, Registergericht, Registernummer, GeschäftsführerZur QuelleGründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Nutzer- und Kundenzahl, VersionsverlaufZur QuelleSelbstauskunft zum EU-KI-Gesetz und zur Rolle des Menschen in der EntscheidungZur Quelle
Für wen es taugt
Solopreneur
bedingt geeignet
Gehostet beginnt der Starter-Tarif bei 7 EUR je Agent im Monat, er endet aber bei fünf Agenten und kennt weder Chat noch Wissensdatenbank. Der Selbstbetrieb lohnt für eine Person nicht, weil Aktualisierung, Sicherung und Wiederanlauf Arbeitszeit kosten, die nebenbei nicht anfällt.
KMU
geeignet
Der eigentliche Bereich dieses Werkzeugs. Bis 35 Agenten kostet Professional 16 EUR je Agent im Monat, und wer eigene Infrastruktur ohnehin betreibt, zahlt für die Software nichts. Beide Wege sind kalkulierbar, und der Wechsel zwischen ihnen ist in der Anbieterdokumentation beschrieben.
Konzern
bedingt geeignet
Unbegrenzt viele Agenten gibt es erst im Plus-Tarif zu 25 EUR. Für den Einkauf fehlen öffentliche Belege: keine benannte Liste der Unterauftragnehmer, kein eigenes Zertifikat des Anbieters auffindbar, und das Prüfprotokoll wird nach zwölf Monaten fest gelöscht, ohne dass sich diese Frist einstellen lässt.
Kaufen, wechseln oder bauen
Standardprodukt
Gehostete Helpdesk-Plattform der großen Anbieter
Zendesk und seinesgleichen liefern mehr Kanäle, mehr Auswertung und mehr fertige Anbindungen. Bezahlt wird das mit dem Platzpreis, mit Funktionen hinter höheren Tarifstufen und damit, dass Daten und Betrieb beim Anbieter liegen. Wer nach drei Jahren gehen will, führt eine Migration durch, keinen Umzug. Für Häuser, die keine Betriebsmannschaft haben und keine besonderen Anforderungen an die Datenhaltung, ist das trotzdem der schnellere Weg.
KI-nativ
KI-Agent, der Anfragen löst statt sie zu verteilen
Eine neuere Klasse von Anbietern rechnet nicht je Platz ab, sondern je gelöstem Fall, und verspricht, den Großteil der Anfragen ohne Mensch zu beantworten. Das verlagert die Kostenkurve vom Personal zum Verbrauch und macht Antwortqualität zum Vertragsgegenstand. Als alleiniges System reicht es nicht, weil jeder nicht gelöste Fall weiter ein Vorgangssystem braucht, in dem er landet. Realistisch ist die Kombination, nicht der Austausch.
Eigenbau
Anpassen statt neu bauen
Ein Ticketsystem von Grund auf zu bauen ist verlorene Zeit, dafür ist die Kategorie zu ausgereift. Bei Software unter AGPLv3 heißt Eigenbau etwas anderes: eigener Betrieb, eigene Erweiterungen, eigene Anbindung an die Fachsysteme, ohne dass jemand den Zugang abschalten kann. Der Preis ist Betriebsverantwortung, also Aktualisierung, Sicherung und Wiederanlauf, dazu die Lizenzpflichten der AGPLv3, sobald man den Dienst Dritten zugänglich macht.
Unser Rat
- Solopreneur: Gehostet starten, nicht selbst betreiben.
- KMU: Selbst betreiben, wenn eine Betriebsmannschaft existiert, sonst gehostet kaufen.
- Konzern: Selbst betreiben und die fehlenden Nachweise vor der Unterschrift schriftlich nachfordern.
Wer dahinter steht
Tragfähigkeit: Etabliert
Zwölf Jahre am Markt, eigene Rechtsperson mit Registereintrag, laufender Veröffentlichungstakt bis Juni 2026. Die Kapitalseite ist nicht belegt: Umsatz, Ergebnis und etwaige Investoren haben wir in dieser Prüfung nicht gefunden. Das Eigentum am Quellcode liegt bei einer vom Unternehmen unabhängigen Stiftung, was die Frage nach der Tragfähigkeit des Anbieters für den Bestand der Software entschärft, nicht aber für Betrieb und Support.
- Marktdauer: 2014 von Martin Edenhofer gegründet, Version 7.0 im Jahr 2026Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Nutzer- und Kundenzahl, VersionsverlaufZur Quelle · Stand 2026-07-30
- Rechtsperson: Zammad GmbH, Marienstraße 18, 10117 Berlin, Amtsgericht Charlottenburg HRB 163946 B, Geschäftsführer Martin Edenhofer, USt-IdNr. DE298516802Rechtsperson, Registergericht, Registernummer, GeschäftsführerZur Quelle · Stand 2026-07-30
- Größe und Verbreitung: 31 Mitarbeitende, über 65.000 Nutzer, 1.500 zahlende Kunden (Anbieterangabe, Zahl der Kunden mit Stand Dezember 2022)Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Nutzer- und Kundenzahl, VersionsverlaufZur Quelle · Stand 2026-07-30
- Veröffentlichungstakt: 7.0 am 4. März 2026, 7.1 am 17. Juni 2026, Sicherheitsfassung 7.1.1 am 25. Juni 2026zammad.com/en/product/releasesZur Quelle · Stand 2026-07-30
- Eigentum am Quellcode: AGPLv3, Quellcode im Eigentum der Zammad Foundation, laut Dokumentation unabhängig von der Zammad GmbHLizenz AGPLv3, Quellcode im Eigentum der Zammad Foundation, unabhängig von der Zammad GmbHZur Quelle · Stand 2026-07-30
- Öffentliche Entwicklung: rund 5.800 Sterne und etwa 19.600 Beiträge im Hauptzweig auf GitHubgithub.com/zammad/zammadZur Quelle · Stand 2026-07-30
- Finanzierung und Ergebnis: nicht belegbar, keine öffentliche Angabe gefunden · ohne Quellenangabe · Stand 2026-07-30
Ausstiegskosten: Gering
Der Quellcode steht unter AGPLv3, die Daten liegen in einer eigenen Datenbank, und die Anbieterdokumentation beschreibt den Umzug auf einen anderen Server als Sicherung und Rücksicherung. Für den Weg aus der gehosteten Fassung heraus setzt dieselbe Anleitung voraus, dass der Anbieter einen Dump liefert; wie man ihn anfordert, steht dort nicht. Die Kosten des Ausstiegs sind Betriebsarbeit, nicht Vertragsbruch. Man kann das Werkzeug weiterbenutzen, ohne den Anbieter zu bezahlen, und genau das ist hier der eigentliche Wert.
Regulatorik und Daten
| Auftragsverarbeitungbelegt, ohne Auflage: Auftragsverarbeitungsvertrag öffentlich abrufbar und ohne weitere Bedingung Bestandteil des Vertrags; oder er entfällt nachvollziehbar begründet, weil kein Anbieter Kundendaten verarbeitet.belegt, an eine Auflage gebunden: Vertrag existiert, ist aber an einen Tarif gebunden, nur nach Anfrage einsehbar oder allein in den Nutzungsbedingungen geregelt statt als eigenes Dokument.belegt, aber ungünstig: Kein Auftragsverarbeitungsvertrag im üblichen Sinn: entweder weil der Anbieter für das Kerngeschäft eigenständig Verantwortlicher ist und stattdessen eine andere Konstruktion gilt, oder weil öffentlich offen bleibt, ob überhaupt einer angeboten wird.an einem kritischen Punkt offen: Weder ein Vertrag noch ein dokumentierter Weg zu einem Vertrag; der Einkauf hätte nichts, worauf er sich stützen kann. | belegt, an eine Auflage gebundenauf Anfrage, mit technischen und organisatorischen Maßnahmensupport.zammad.com/…Zur QuelleDer Vertrag wird nicht zum Herunterladen angeboten, sondern per E-Mail an den Support angefordert. Anpassungen sind laut Anbieter möglich. Der Text ist damit vor Vertragsschluss nicht öffentlich prüfbar.Stand 2026-07-30 |
|---|---|
| Speicherortbelegt, ohne Auflage: EU-Speicherort ohne Zusatzkosten und ohne Tarifbindung, oder der Ort ist vollständig selbst bestimmbar, weil das Werkzeug im eigenen Betrieb läuft.belegt, an eine Auflage gebunden: EU-Speicherort möglich, aber an einen Tarif, einen gesondert zu aktivierenden Zusatz oder einen Umzug in eine getrennte Umgebung gebunden; oder die EU-Region ist nicht die Voreinstellung.belegt, aber ungünstig: Kein EU-Speicherort, der Ort ist aber eindeutig benannt, sodass die Folgen bewertbar sind.an einem kritischen Punkt offen: Der Speicherort ist öffentlich nicht benannt oder vom Kunden nicht steuerbar, sodass sich die Verarbeitung nicht verorten lässt. | belegt, ohne Auflagegehostet ausschließlich Rechenzentren in Deutschland, im Selbstbetrieb wählt man ihn selbstSpeicherort ausschließlich in Deutschland, ISO-27001-Aussage für Professional und Plus, Verweis auf den AuftragsverarbeitungsvertragZur QuelleDer Anbieter nennt das Land, aber weder den Betreiber der Rechenzentren noch die Standorte. Im Selbstbetrieb stellt sich die Frage nicht, weil die Datenbank im eigenen Haus läuft.Stand 2026-07-30 |
| Subunternehmerbelegt, ohne Auflage: Vollständige öffentliche Liste der Unterauftragnehmer mit Zweck und Land; oder es gibt keine, weil das Werkzeug im eigenen Betrieb läuft.belegt, an eine Auflage gebunden: Liste existiert und ist benannt, aber nur nach Anfrage oder nach Zugang zu einem Vertrauensportal einsehbar, oder sie nennt Zweck und Land nicht vollständig.belegt, aber ungünstig: Keine geführte Liste; namentlich stehen nur einzelne Dienste in der Datenschutzerklärung, überwiegend solche der eigenen Website.an einem kritischen Punkt offen: Weder eine Liste noch eine Nennung der Verarbeiter des Produkts, und kein dokumentierter Weg, sie zu erfahren. | belegt, aber ungünstigunklarzammad.com/en/company/privacyZur QuelleEine öffentliche Liste der Unterauftragnehmer haben wir nicht gefunden. Geprüft wurden Preisseite, Datenschutzerklärung, die Wissensdatenbank des Supports und die Verwaltungsdokumentation. Die Datenschutzerklärung nennt nur Dienste der eigenen Website, nämlich Matomo, Moosend und Vimeo, nicht die Verarbeiter des gehosteten Betriebs.Stand 2026-07-30 |
| Drittlandübermittlungbelegt, ohne Auflage: Keine Übermittlung in ein Drittland, oder die Übermittlung findet statt und die Grundlage ist benannt und im Vertrag verankert, etwa Standardvertragsklauseln, Angemessenheitsbeschluss oder EU-US-Datenschutzrahmen.belegt, an eine Auflage gebunden: Übermittlung findet statt, eine Grundlage ist genannt, aber ohne Zuordnung, welcher Empfänger auf welcher Grundlage arbeitet.belegt, aber ungünstig: Übermittlung findet statt und die eigenen Unterlagen widersprechen sich, oder die genannte Grundlage bezieht sich erkennbar nur auf einen Randbereich wie die Marketing-Website.an einem kritischen Punkt offen: Übermittlung findet erkennbar statt und eine Grundlage wird nirgends genannt. | belegt, ohne Auflageim gehosteten Betrieb nach Anbieterangabe keine, bei KI je nach eigener WahlAuswahl der Sprachmodelle, Zammad AI in der EU betrieben, keine Verwendung sensibler Anfragen für TrainingZur QuelleDas Ticketsystem selbst bleibt in Deutschland. Ein Drittlandbezug entsteht erst durch die eigene Entscheidung für ein Sprachmodell: Wer OpenAI oder Anthropic anbindet, schafft ihn selbst. Zammad AI ist laut Verwaltungsdokumentation in der EU betrieben, Ollama läuft auf eigener Hardware.Stand 2026-07-30 |
| Training mit Kundendatenbelegt, ohne Auflage: Vertraglich oder in der Datenschutzerklärung ausdrücklich ausgeschlossen, mit Erstreckung auf die eingesetzten Modellanbieter; oder es gibt keine Datenübertragung an einen Anbieter.belegt, an eine Auflage gebunden: Ausschluss ab einem bestimmten Tarif, oder die Zusage steht nur auf einer Dokumentationsseite statt im Vertrag, oder die Frage stellt sich für das Werkzeug sachlich kaum und der Anbieter schweigt dazu.belegt, aber ungünstig: Nutzung ist die Voreinstellung und nur ein Widerspruch beendet sie; oder der Anbieter trainiert eigene Modelle auf bereinigten Kundendaten.an einem kritischen Punkt offen: Keine Aussage, obwohl das Werkzeug KI-Funktionen auf Kundeninhalten betreibt. | belegt, ohne Auflagefür Zammad AI ausgeschlossen, für Fremdmodelle Sache des jeweiligen AnbietersAuswahl der Sprachmodelle, Zammad AI in der EU betrieben, keine Verwendung sensibler Anfragen für TrainingZur QuelleDie Verwaltungsdokumentation sagt zu Zammad AI, dass Anfragen mit sensiblen Angaben nicht für Training verwendet werden. Bindet man ein eigenes Modell an, gilt der Vertrag des dortigen Anbieters, nicht diese Zusage.Stand 2026-07-30 |
| Aufbewahrung und Löschungbelegt, ohne Auflage: Löschfristen nach Vertragsende beziffert und die Löschung oder Rückgabe zugesagt; oder die Fristen bestimmt der Betreiber selbst, weil das Werkzeug im eigenen Betrieb läuft.belegt, an eine Auflage gebunden: Löschung ist zugesagt, die Fristen sind aber nur teilweise beziffert, oder Sicherungskopien sind ausdrücklich ausgenommen.belegt, aber ungünstig: Nur der Grundsatz der Erforderlichkeit ohne jede Frist nach Vertragsende, oder Fristen sind allein für Randbereiche wie Website-Protokolle genannt.an einem kritischen Punkt offen: Keine Aussage zu Aufbewahrung und Löschung. | belegt, ohne AuflagePrüfprotokoll fest zwölf Monate, Löschung von Nutzern und Vorgängen über eine eigene FunktionPrüfprotokoll schreibgeschützt, Löschung nach zwölf Monaten, Frist nicht einstellbarZur QuelleEinträge im Prüfprotokoll entfernt das System nach zwölf Monaten, diese Frist ist laut Dokumentation nicht einstellbar. Für personenbezogene Daten gibt es eine Löschfunktion mit Aufträgen, die auch zeitgesteuert laufen kann. Löscht man einen Nutzer, verschwinden dessen Vorgänge mit, das lässt sich nicht trennen.Stand 2026-07-30 |
| Zertifikatebelegt, ohne Auflage: Mehrere anerkannte Nachweise, benannt mit Norm, Fassung und Geltungsbereich, und bezogen auf den Anbieter selbst.belegt, an eine Auflage gebunden: Ein anerkannter Nachweis für den Anbieter belegt, der Bericht aber nur auf Anfrage, oder der Nachweis hängt an einem Tarif, oder der Geltungsbereich bleibt teilweise offen.belegt, aber ungünstig: Nur pauschale Nennung ohne Norm-Fassung und Geltungsbereich, oder bloße Selbstauskunft, oder die Nachweise gehören dem Infrastrukturanbieter statt dem Anbieter, oder der Prüfzeitraum ist erkennbar veraltet, oder die eigenen Angaben widersprechen sich.an einem kritischen Punkt offen: Kein Nachweis genannt und keine Sicherheits- oder Vertrauensseite vorhanden. | belegt, an eine Auflage gebundenISO 27001 für die gehosteten Tarife Professional und PlusSpeicherort ausschließlich in Deutschland, ISO-27001-Aussage für Professional und Plus, Verweis auf den AuftragsverarbeitungsvertragZur QuelleDie Wissensdatenbank formuliert, die Tarife seien ISO-27001-zertifiziert. Ob das Zertifikat der Zammad GmbH gehört oder dem Betreiber des Rechenzentrums, geht aus der Quelle nicht hervor. Ein Zertifikat des Infrastrukturanbieters ist nicht dasselbe wie eines des Anbieters. Für den Starter-Tarif und für den Selbstbetrieb gilt die Aussage ohnehin nicht.Stand 2026-07-30 |
| EU-KI-Verordnung, Artikel 50belegt, ohne Auflage: Der Anbieter macht eine belegte Aussage, die die eigene Pflicht trägt, etwa Modelldokumentation und Zertifizierung nach ISO/IEC 42001; oder das Werkzeug enthält nachvollziehbar begründet kein KI-System im Sinne der Verordnung.belegt, an eine Auflage gebunden: Der Anbieter äußert sich zur Verordnung oder ordnet die eigene Funktion ein, eine benannte Zusage zu den Transparenzpflichten aus Artikel 50 fehlt aber; oder das Werkzeug enthält kein KI-System, das gegenüber Menschen auftritt, und der Anbieter schweigt.belegt, aber ungünstig: Das Produkt enthält KI-Funktionen, der Anbieter schweigt dazu oder trägt ein Selbstetikett ohne Nachweis; die Kennzeichnung ist vom Betreiber aber selbst setzbar.an einem kritischen Punkt offen: KI spricht im Produkt unmittelbar mit Endkunden und der Anbieter sagt zu Artikel 50 nichts; die Kennzeichnung lässt sich ohne Zusage des Anbieters nicht sicher setzen. | belegt, an eine Auflage gebundenvom Anbieter angesprochen, kein Nachweis öffentlichSelbstauskunft zum EU-KI-Gesetz und zur Rolle des Menschen in der EntscheidungZur QuelleDer Anbieter beruft sich in der Pressemitteilung zu Version 7.0 auf eine Architektur mit menschlicher Letztentscheidung und auf Nachvollziehbarkeit. Das ist eine Selbstauskunft. Eine Aussage zu den Transparenzpflichten aus Artikel 50, die ab August 2026 greifen, haben wir nicht gefunden, ebenso wenig eine Einstufung der Funktionen.Stand 2026-07-30 |
| Protokollierungbelegt, ohne Auflage: Nachvollziehbares Protokoll über Zugriffe und Änderungen in allen Tarifen enthalten, mit benannter Frist und Ausleitung in eigene Systeme; oder die Nachvollziehbarkeit liegt vollständig in eigener Hand, weil das Werkzeug im eigenen Betrieb läuft.belegt, an eine Auflage gebunden: Protokoll vorhanden, aber an einen höheren Tarif oder einen kostenpflichtigen Zusatz gebunden, oder die Ausleitung fehlt in den unteren Stufen; Reichweite und Frist sind benannt.belegt, aber ungünstig: Protokolle sind nur anbieterseitig beschrieben, oder Reichweite und Frist bleiben offen, sodass sich Nachweispflichten nicht planen lassen.an einem kritischen Punkt offen: Öffentlich nicht belegt, ob der Kunde überhaupt ein auswertbares Protokoll erhält. | belegt, ohne AuflagePrüfprotokoll im Produkt vorhanden, schreibgeschützt, mit eigener BerechtigungPrüfprotokoll schreibgeschützt, Löschung nach zwölf Monaten, Frist nicht einstellbarZur QuelleDas Protokoll erfasst Handlungen, die Verwaltungsrechte erfordern, also Konfigurationsänderungen, Änderungen an Konten und das Wechseln in fremde Sitzungen. Alltägliche Änderungen an Vorgängen stehen nicht dort, sondern in der Historie des jeweiligen Vorgangs. In welchen Tarifen die Funktion enthalten ist, nennt die Dokumentation nicht.Stand 2026-07-30 |
Was es wirklich kostet
Einstieg
Zwei getrennte Wege. Gehostet kostet Starter 7 EUR je Agent und Monat bei jährlicher Zahlung (9 EUR monatlich, höchstens fünf Agenten), Professional 16 EUR (18 EUR monatlich, höchstens 35 Agenten), Plus 25 EUR (27 EUR monatlich, unbegrenzt). Im Selbstbetrieb fallen keine Lizenzkosten an, der Anbieter bestätigt ausdrücklich, dass jeder Zammad kostenlos auf eigenen Servern betreiben darf. Der Test läuft 30 Tage auf dem Professional-Tarif. Alle Preise ohne Umsatzsteuer.Tarifpreise, Agentengrenzen, Supportpakete, Preis je KI-Aufruf, Testzeitraum, KündigungsfristZur Quelle
Stand 2026-07-30
Was teuer wird
An drei Stellen. Erstens beim Support im Selbstbetrieb: Business kostet 2.999 EUR im Jahr für 15 Serviceanfragen, Enterprise 5.999 EUR für 45, Corporation 9.999 EUR für 95. Wer die Kontingente ausschöpft, zahlt nach, und die Kündigungsfrist beträgt mindestens 90 Kalendertage vor Ende des Vertragsjahres. Zweitens bei der KI: 0,03 EUR je Aufruf klingt klein, wird aber je Zusammenfassung, Vorschlag und Einordnung fällig und ist deshalb eine Funktion des Anfragevolumens, nicht der Mannschaftsgröße. Drittens beim Betrieb selbst: Die gesparte Lizenz taucht als Serverkosten, Aktualisierungen, Sicherungen und Bereitschaft wieder auf. Wer diese Arbeit nicht ohnehin leistet, spart nichts, sondern verschiebt die Rechnung.
Was es verdrängt
- Geteiltes Support-Postfach
- Anfragenverfolgung in Tabellen
- Zurufe über Chatgruppen
Schnittstellen
- REST-Schnittstelle
- Webhooks
- Sicherungs- und Rücksicherungsdump aus Datenbank und Dateien
- Sprachmodelle über Zammad AI, OpenAI, Anthropic, Azure AI, Mistral AI, Ollama und OpenAI-kompatible Anbieter
Passende Methoden
- Service BlueprintingDas Blueprint braucht den tatsächlichen Ablauf hinter der Sichtbarkeitslinie, und ein Vorgangssystem mit vollständigem Verlauf liefert diese Abfolge aus dem Betrieb statt aus dem Workshop.
- Regulatorik-Dichte-TestDer Test wird dort konkret, wo Auflagen den Speicherort personenbezogener Kundendaten betreffen, und Quellcode unter freier Lizenz mit eigener Datenbank ist die Antwort für den Fall, dass diese Auflagen wirklich enger sind.
Alternativen
Quellen
- 1.Tarifpreise, Agentengrenzen, Supportpakete, Preis je KI-Aufruf, Testzeitraum, Kündigungsfrist (öffnet in neuem Tab)zammad.com/en/pricing · Stand 2026-07-30
- 2.Speicherort ausschließlich in Deutschland, ISO-27001-Aussage für Professional und Plus, Verweis auf den Auftragsverarbeitungsvertrag (öffnet in neuem Tab)support.zammad.com/… · Stand 2026-07-30
- 3.Selbstbetrieb ohne Lizenzkosten, Supportvertrag als freiwillige Zusatzleistung (öffnet in neuem Tab)support.zammad.com/… · Stand 2026-07-30
- 4.Prüfprotokoll schreibgeschützt, Löschung nach zwölf Monaten, Frist nicht einstellbar (öffnet in neuem Tab)admin-docs.zammad.org/en/pre-release/system/audit-logs.html · Stand 2026-07-30
- 5.Auswahl der Sprachmodelle, Zammad AI in der EU betrieben, keine Verwendung sensibler Anfragen für Training (öffnet in neuem Tab)admin-docs.zammad.org/en/latest/ai/provider.html · Stand 2026-07-30
- 6.Umzug auf einen anderen Server über Sicherung und Rücksicherung, Hinweis auf den Weg aus der gehosteten Fassung (öffnet in neuem Tab)docs.zammad.org/…/migrate-hosts.html · Stand 2026-07-30
- 7.Lizenz AGPLv3, Quellcode im Eigentum der Zammad Foundation, unabhängig von der Zammad GmbH (öffnet in neuem Tab)docs.zammad.org/en/pre-release/about/zammad.html · Stand 2026-07-30
- 8.Rechtsperson, Registergericht, Registernummer, Geschäftsführer (öffnet in neuem Tab)zammad.com/en/company/imprint · Stand 2026-07-30
- 9.Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Nutzer- und Kundenzahl, Versionsverlauf (öffnet in neuem Tab)zammad.com/en/company/about-us · Stand 2026-07-30
- 10.Selbstauskunft zum EU-KI-Gesetz und zur Rolle des Menschen in der Entscheidung (öffnet in neuem Tab)zammad.com/… · Stand 2026-07-30
- 11.zammad.com/en/product/releases (öffnet in neuem Tab)Stand 2026-07-30
- 12.github.com/zammad/zammad (öffnet in neuem Tab)Stand 2026-07-30
- 13.support.zammad.com/… (öffnet in neuem Tab)Stand 2026-07-30
- 14.zammad.com/en/company/privacy (öffnet in neuem Tab)Stand 2026-07-30
Zuletzt geprüft: 2026-07-30 von Dr. Oliver Gausmann, Convios GmbH
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