KI im Bestand einführen

Software ist bei Ihnen ein Werkzeug. KI ist eine Organisationsfrage.

Software unterstützt bei Ihnen ein Produkt oder eine Dienstleistung. Über den Erfolg von KI entscheiden dann Zuständigkeit, Datenzugang und die Freigabekette.

30 Minuten. Sie bringen Ihre KI-Nutzung, eine offene Entscheidung oder eine regulatorische Frage mit. Wir ordnen den Einstieg ein.

Diagnose

Sechs Stellen, an denen es hängt

  1. 01KI bleibt am Rand der WertschöpfungDie Anwendungen laufen in Marketing, Vertrieb und Verwaltung. Im Kernprozess, wo Ihr Wert entsteht, kommen sie selten an.
  2. 02Die Anwendungen laufen neben dem KernsystemDie Modelle arbeiten auf Kopien und Nebensystemen, während die Geschäftsdaten im ERP und in den Anlagen liegen. Jede Auswertung braucht eine eigene Brücke, und jede Brücke will gepflegt werden.
  3. 03Niemand ist von Haus aus zuständigEs gibt keine Produktorganisation, die für digitale Vorhaben ohnehin zuständig wäre. Damit wird jede Freigabe zur Einzelfallentscheidung zwischen IT, Fachbereich und Geschäftsführung.
  4. 04Der Anschluss an vorhandene Systeme bremstMaschinen, Anlagen und gewachsene Systeme sprechen nicht dieselbe Sprache. Der Anschluss kostet regelmäßig mehr Zeit als das Modell selbst.
  5. 05Der Fortschritt hängt an fremden RoadmapsKI kommt bei Ihnen meist über Zulieferer und Standardsoftware ins Haus. Was Sie bekommen und wann, entscheidet dann deren Fahrplan.
  6. 06Verantwortung ist ungeregelt, die Pflichten gelten trotzdemDie Transparenzpflichten des EU AI Act gelten auch für Betreiber, und NIS2 nimmt die Geschäftsleitung persönlich in die Pflicht. Interne Regeln dazu fehlen in den meisten Häusern bis heute.

Der Unterschied

Software als Produkt, Software als Werkzeug

Wir arbeiten für die Seite, auf der Software Werkzeug ist.

Vergleich aufklappen

Wofür KI gebaut wird

Software ist das Produkt

Für das Produkt, das verkauft wird.

Software ist Werkzeug

Für den Betrieb, der das Produkt herstellt oder die Leistung erbringt.

Wer zuständig ist

Software ist das Produkt

Die Produktorganisation, sie existiert bereits.

Software ist Werkzeug

Wechselnde Runden aus IT, Fachbereich und Geschäftsführung.

Wo die Daten liegen

Software ist das Produkt

In eigenen Systemen und im eigenen Zugriff.

Software ist Werkzeug

Im ERP und in den Anlagen, oft beim Hersteller.

Wie Verbesserung wirkt

Software ist das Produkt

Einmal gebaut, sofort für alle Kunden.

Software ist Werkzeug

Standort für Standort, Schicht für Schicht.

Wer mitreden muss

Software ist das Produkt

Produkt und Entwicklung.

Software ist Werkzeug

IT-Sicherheit, Datenschutz, Betriebsrat, Einkauf.

Was am Ende zählt

Software ist das Produkt

Ein Release.

Software ist Werkzeug

Ein Fall, der im Regelbetrieb läuft.

Beide Seiten haben gewachsene Systeme, Altlasten und einen Betriebsrat. Was sich unterscheidet, ist die Rolle der Software im Geschäft.Vergleich entlang von sechs Dimensionen zwischen Unternehmen, deren Produkt Software ist, und Unternehmen, in denen Software den Betrieb unterstützt.

Vom Piloten in den Betrieb

Fünf Stationen zwischen Pilot und Regelbetrieb

Wo Software den Betrieb trägt, ist jede Einführung eine Entscheidung quer durch das Unternehmen.

  1. Pilot im Fachbereich
  2. IT und SicherheitArchitektur, Schnittstellen, Betrieb
  3. DatenschutzRechtsgrundlage, ggf. Folgenabschätzung
  4. Mitbestimmung§§ 87, 90, 95 BetrVG
  5. EinkaufVertrag, Lieferantenprüfung
  6. Betrieb und SupportZuständigkeit im Regelfall
  7. Regelbetrieb
Keine dieser Stationen ist ein Hindernis. Zeit kostet die ungeplante Reihenfolge.Ablaufgrafik: Vom Piloten im Fachbereich über IT und Sicherheit, Datenschutz, Mitbestimmung, Einkauf sowie Betrieb und Support zum Regelbetrieb.

Arbeitslogik

Bestand aufnehmen, Kette klären, einen Fall durchbringen

Wer erst den Piloten baut und danach die Freigabekette entdeckt, beginnt zweimal.

  1. 01

    Aufnehmen, was wirklich läuft

    Was läuft heute wirklich, einschließlich der Werkzeuge, die ohne Freigabe im Einsatz sind. Dazu die Frage, wo die Daten liegen, die ein Use Case braucht.

  2. 02

    Entscheidungsfähigkeit herstellen

    Eine verantwortliche Person, eine abgestimmte Freigabekette und die Nachweise, die Datenschutz, Mitbestimmung und Einkauf brauchen, bevor gebaut wird.

  3. 03

    Ein Use Case durch die Kette

    Genau ein Fall geht vom Piloten in den Regelbetrieb, mit Messung, Dokumentation und benannter Zuständigkeit. Erst danach folgt der nächste.

Einen einzelnen Prozess praktisch erproben

EIGENBAU

EIGENBAU

Einen einzelnen Prozess praktisch erproben

EIGENBAU ist der eintägige praktische Einstieg in Landsberg am Lech. Sie arbeiten an einem realen Engpass und bauen ein Werkzeug für den eigenen Arbeitsalltag.

  • Ein konkreter Arbeitsprozess steht im Mittelpunkt
  • Sie wollen zuerst am eigenen Fall lernen
  • Ein unternehmensweites Assessment soll noch nicht beauftragt werden

Das Format ersetzt kein Readiness-Assessment, keine Governance-Umsetzung und keine technische Integration in Kernsysteme.

Ein Unternehmer um die 60 baut am Esstisch seine erste eigene Anwendung am Laptop

Das passt in diesen Fällen

  • Eine konkrete KI-, Compliance- oder Delivery-Entscheidung ist offen
  • Relevante Teams und Unterlagen sind zugänglich
  • Verantwortlichkeit für den nächsten Schritt kann festgelegt werden
  • Ein begrenzter Arbeitsumfang ist wichtiger als ein offenes Transformationsprogramm

Das passt nicht in diesen Fällen

  • Gesucht wird nur ein allgemeiner Trendvortrag
  • Weder Entscheider noch Fachpersonen sind verfügbar
  • Ein Zertifikat oder Rechtsgutachten wird als Ergebnis erwartet
  • Mehrere Use Cases sollen ohne Priorisierung parallel starten

Häufige Fragen

Welches Assessment kommt zuerst?

Das hängt an der offenen Entscheidung. Geht es darum, wo sich KI im Unternehmen wirtschaftlich lohnt, beginnt der Weg beim KI-Readiness-Assessment. Verlangt ein Kunde oder eine Aufsicht Nachweise, ist der Compliance-Check der schnellere Einstieg. Bei steigenden IT-Kosten ohne erkennbare Ursache passt das Dev-Team-Assessment. Wenn Sie unsicher sind, klären wir das im Erstgespräch.

Muss nach dem Assessment eine Umsetzung folgen?

Nein. Jedes Assessment endet mit einem eigenständigen Ergebnis: Ist-Zustand, Prioritäten und ein begründeter nächster Arbeitsumfang. Sie können damit intern weiterarbeiten, es einem anderen Dienstleister geben oder gar nichts tun. Die Umsetzung ist eine getrennte Entscheidung mit eigenem Angebot.

Was ändert sich für uns durch den EU AI Act konkret?

Der AI Act ist die Verordnung (EU) 2024/1689; die Änderungsverordnung (EU) 2026/1744 ist seit dem 27. Juli 2026 in Kraft. Für Anwender sind drei Punkte praktisch relevant: die Transparenzpflichten nach Artikel 50 gelten seit dem 2. August 2026 auch für Betreiber, die Pflichten für Systeme nach Anhang III greifen ab dem 2. Dezember 2027, und in Deutschland ist seit dem 29. Juli 2026 das Durchführungsgesetz in Kraft, mit der Bundesnetzagentur als zentraler Marktüberwachungsbehörde. Der Compliance-Check klärt Betroffenheit, vorhandene Nachweise und Lücken. Eine anwaltliche Prüfung ersetzt er nicht. Fristen-Stand 11.08.2026.

Wir haben KI bisher nur punktuell im Einsatz. Lohnt sich das überhaupt?

Gerade dann. Der häufigste Zustand in etablierten Unternehmen ist verstreute Nutzung ohne Inventar. Einzelne Abteilungen arbeiten mit Werkzeugen, die niemand zentral kennt, und niemand kann sagen, welcher Einsatz etwas bringt und welcher ein Risiko ist. Das Readiness-Assessment macht diesen Bestand sichtbar und ordnet ihn nach Geschäftswert, Risiko und Datenlage.

Arbeiten Sie mit unserer IT oder an ihr vorbei?

Mit ihr. Ohne die verantwortlichen Personen aus IT und Fachbereich entsteht kein Ergebnis, das nach dem Projekt weiterläuft. Wir bringen Vorgehen, Vergleichsmaßstab und Entscheidungsdisziplin mit, Ihr Team bringt System- und Prozesswissen. Am Ende liegen Dokumentation, Messung und Verantwortung bei Ihrem Team.

Ist EIGENBAU dasselbe wie der KI-Entscheidungsworkshop?

Nein. Der KI-Entscheidungsworkshop richtet sich an die Geschäftsführung und endet mit einer priorisierten Entscheidung über mehrere Vorhaben. EIGENBAU ist ein Tagesformat in Landsberg am Lech, in dem Teilnehmende an einem eigenen realen Engpass arbeiten und ein funktionierendes Werkzeug bauen. EIGENBAU ist eine eigene Marke mit separaten Terminen und Preisen.

Welche Entscheidung ist bei Ihnen offen?

Wir klären, ob zuerst Readiness, Compliance, Delivery oder ein KI-Entscheidungsworkshop sinnvoll ist.

Werthebel besprechen

30 Minuten. Sie bringen Ihre KI-Nutzung, eine offene Entscheidung oder eine regulatorische Frage mit. Wir ordnen den Einstieg ein.