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Warm-Outreach-Maschine

Systematisierte warme Ansprache für die ersten Kunden oder den Outbound-Start: drei Kontaktlisten aufbauen, in hoher, konstanter Taktung personalisiert ansprechen und statt zu verkaufen zunächst würdigen, anerkennen und nach Empfehlungen fragen.

Wann Sie diese Methode brauchen

Sie brauchen die ersten Kunden für ein neues Angebot oder einen Neustart des Vertriebs, haben aber weder Budget für bezahlte Kanäle noch Reichweite für Content. Das vorhandene Netzwerk bleibt ungenutzt, weil die Ansprache unsystematisch, sporadisch oder als plumper Pitch erfolgt.

Vorgehen

  1. 1Drei Listen aufbauen: E-Mail-Kontakte, erreichbare Follower/Verbindungen, Telefonkontakte.
  2. 2Mit der Plattform beginnen, auf der die meisten Kontakte liegen.
  3. 3Jede Ansprache kurz personalisieren, ein Blick ins Profil genügt, um einen echten Bezugspunkt zu finden.
  4. 4Eine hohe, konstante Tages-Taktung halten, statt in unregelmäßigen Schüben zu arbeiten.
  5. 5Bei Antworten dem Dreischritt folgen: Anerkennen, Würdigen, Fragen und statt zu verkaufen um Empfehlungen bitten.

Typische Anwendung

Ein typischer Fall: Ein Gründerteam bringt ein neues B2B-Angebot an den Markt und wartet zunächst auf Inbound-Anfragen, die nicht kommen. Stattdessen baut es die drei Listen aus vorhandenen Kontakten auf und arbeitet sie in fester Tages-Taktung ab, personalisiert, ohne Pitch, mit der Frage, wer im Umfeld von dem Angebot profitieren könnte. Aus den Empfehlungen entstehen die ersten Gespräche, und aus den ersten zufriedenen Kunden entsteht Referenzmaterial für alle weiteren Kanäle.

Grenzen und Gegenindikationen

Die Mechanik lebt vom vorhandenen Netzwerk; ohne relevante Kontakte trägt sie nicht weit. Die im Original genannten Volumina stammen aus dem Konsumenten- und Coaching-Umfeld, im B2B zählt die Passung der Kontakte mehr als die Taktung, und Plattform-Limits setzen praktische Grenzen. Warme Ansprache skaliert nicht beliebig; sie ist ein Startmechanismus, kein dauerhafter Wachstumsmotor.

Woran Sie Wirkung messen

Beobachten Sie Antwortquote, Anzahl vermittelter Empfehlungen und daraus entstandene qualifizierte Gespräche pro Woche.

Verwandte Methoden

Quellen

  1. 1.Do Referral Programs Increase Profits?, Philipp Schmitt, Bernd Skiera & Christophe Van den Bulte, GfK Marketing Intelligence Review 5(1) (öffnet in neuem Tab) · GfK Marketing Intelligence Review (Goethe-Universität Frankfurt / Wharton School) · 2013 · Wissenschaft und Fachliteratur · belegt die WirksamkeitAuswertung von knapp 10.000 Kunden einer deutschen Bank über 33 Monate im Rahmen eines prämierten Empfehlungsprogramms; belegt, dass über Empfehlung gewonnene Kunden profitabler und treuer sind und einen höheren Kundenwert haben als vergleichbare, nicht über Empfehlung gewonnene Kunden. Retail-Banking-Kontext, nicht warme B2B-Einzelansprache.
  2. 2.Watch this to get your first 5 customers, Alex Hormozi (öffnet in neuem Tab) · Alex Hormozi (YouTube) · 2023-08-02 · Praxisquelle · beschreibt das VerfahrenHerkunft des Ablaufs aus drei Kontaktlisten, gleichbleibender Taktung und der Reihenfolge würdigen, anerkennen, nach Empfehlung fragen.

Ursprung: Hormozi · Adaptiert aus: Alex Hormozi ($100M Offers/$100M Leads, YouTube-Langform)

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