Peec AI
Peec AI GmbH ·peec.ai· Stand: 2026-07-30
Unser Urteil
Messen verschafft keinen Vorsprung. Wer nicht misst, merkt zu spät, dass ein Nachfragekanal wegbricht, und steuert Inhalte nach Gefühl. Wer misst, hat damit noch keine einzige Nennung gewonnen. Der Vorsprung entsteht erst aus dem, was danach am Inhalt und an der Quellenlage geändert wird. Also Pflichtausrüstung, die einen Rückfall verhindert, und ausdrücklich kein Graben.
Für wen es taugt
Solopreneur
bedingt geeignet
85 Euro im Monat für 50 Prompts, drei Modelle und ein Projekt ist tragbar. Es lohnt aber nur, wenn Suche überhaupt Nachfrage bringt. Wer über Netzwerk und Empfehlung verkauft, misst hier eine Zahl ohne Folgen.
KMU
geeignet
150 bis 350 Prompts über drei Modelle decken ein Produkt mit mehreren Themenfeldern ab, und die Nutzerzahl ist in allen Tarifen unbegrenzt. In dieser Größe gibt es meist jemanden, der die Zahlen in Redaktionsarbeit übersetzt. Fehlt diese Person, bleibt es ein Bericht.
Konzern
bedingt geeignet
Einmalanmeldung, Programmierschnittstelle und mehr als drei Modelle beginnen erst im Enterprise-Tarif, der keinen Listenpreis hat. Speicherregion, Protokollierung und Zertifikate sind öffentlich nicht belegt. Das übersteht keine ernsthafte Lieferantenprüfung ohne Nachverhandlung.
Kaufen, wechseln oder bauen
Standardprodukt
SEO-Suite mit nachgerüstetem KI-Modul
Die etablierten Suchwerkzeuge haben Sichtbarkeitsberichte für KI-Antworten nachgerüstet. Wer die Suite ohnehin bezahlt, bekommt die Zahl ohne zweite Rechnung und ohne zweites Werkzeug im Arbeitsalltag. Dafür sind Modellabdeckung, Länder und Abfragefrequenz schmaler, und die neue Kennzahl steht direkt neben den Kennzahlen der klassischen Suche, was Verwechslungen begünstigt.
KI-nativ
Der Markt ist bereits die KI-native Kategorie
Diese Werkzeugklasse gibt es erst, seit Antwortmaschinen Nachfrage abfangen. Alle nennenswerten Anbieter sind 2024 und 2025 entstanden, dieser hier im Januar 2025. Die Wahl ist deshalb keine zwischen alt und neu, sondern zwischen mehreren jungen Anbietern mit sehr ähnlicher Messidee. Das verschiebt die Prüfung weg von der Funktionsliste hin zu Tragfähigkeit, Ausstiegsrecht und Nachvollziehbarkeit der Messmethode.
Eigenbau
Prompts selbst gegen die Modelle laufen lassen
Technisch ist das klein: eine Liste von Fragen, ein Zeitplan, Aufrufe an die Modell-Schnittstellen, Nennungen und zitierte Quellen in die eigene Tabelle. Der Aufwand liegt nicht im Bau, sondern im Betrieb. Modellzugänge und deren Preise ändern sich, Länder und Sprachen vervielfachen die Läufe, Antworten streuen von Lauf zu Lauf, und die eigene Messung muss über Monate methodisch stabil bleiben, sonst misst man den eigenen Umbau. Lohnt erst, wenn die Messung selbst Teil des Produkts oder der Beratungsleistung ist.
Unser Rat
- Solopreneur: Erst prüfen, ob Suche überhaupt Nachfrage bringt.
- KMU: Kaufen, aber vorher jemanden benennen, der die Zahlen in Inhalte übersetzt.
- Konzern: Als Pilot kaufen, Speicherregion und Protokollierung vor jeder Ausweitung schriftlich klären.
Wer dahinter steht
Tragfähigkeit: Jung
Die Gesellschaft ist am 13. Januar 2025 als UG mit 300 Euro Stammkapital gegründet worden und firmiert inzwischen als GmbH. Wachstum und Finanzierung sind außergewöhnlich, die Firmengeschichte ist trotzdem kürzer als der Zeitraum, über den sich die Einführung eines Messwerkzeugs rechnet.
- Gründung und Rechtsformwechsel: 13.01.2025 als Peec AI UG (haftungsbeschränkt) mit 300 Euro Stammkapital, inzwischen Peec AI GmbH · Quelle · Stand 2026-07-30
- Stammkapital-Erhöhungen: 300 Euro (01/2025), 36.836 Euro (05/2025), 47.157 Euro (07/2025), 59.831 Euro (11/2025), 60.579 Euro (01/2026) · Quelle · Stand 2026-07-30
- Finanzierung: 21 Mio. US-Dollar Serie A im November 2025 unter Führung von Singular, 29 Mio. US-Dollar insgesamt · Quelle · Stand 2026-07-30
- Kundenzahl laut Anbieter: 3000+ Marken und Agenturen auf der Preisseite, 1300+ im Anbieter-Blog vom November 2025 · Quelle · Stand 2026-07-30
- Handelsregister und Vertretung: Amtsgericht Charlottenburg HRB 271053 B, Karl-Liebknecht-Str. 14, 10178 Berlin, Geschäftsführer Daniel Drabo, Marius Meiners, Tobias Siwonia, USt-IdNr. DE452555324 · Quelle · Stand 2026-07-30
Ausstiegskosten: Gering
Die Nutzungsbedingungen räumen das Wechselrecht nach der Verordnung (EU) 2023/2854 ausdrücklich ein: Kündigung mit höchstens zwei Monaten Frist, Herausgabe aller exportierbaren Daten in einem gängigen maschinenlesbaren Format, Unterstützung beim Wechsel gegen kostenbasiertes Entgelt. Ein Monatsabo endet ohnehin zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums. Teuer ist nicht der Ausstieg, sondern der Bruch in der Zeitreihe. Jedes Werkzeug dieser Klasse fragt anders ab, deshalb ist der Verlauf beim nächsten Anbieter nicht anschlussfähig und die Messung beginnt bei null.
Regulatorik und Daten
| Auftragsverarbeitung | unklarEin Auftragsverarbeitungsvertrag ist öffentlich nirgends abrufbar. Die Nutzungsbedingungen vom 15.12.2025 nennen keinen und untersagen dem Kunden ausdrücklich, personenbezogene Daten ohne Einwilligung einzugeben. Ob für Enterprise-Kunden einer angeboten wird, gehört in die Vertragsverhandlung.Quelle · Stand 2026-07-30 |
|---|---|
| Speicherort | unklarDie Datenschutzerklärung nennt Google Cloud über die irische Google-Gesellschaft als Betreiber von Anwendung und Datenbanken und sagt, alle Kerndaten lägen auf Googles Servern. Eine Region wird nicht genannt. Ein irischer Vertragspartner ist keine Zusage über den Speicherort. Für PostHog ist die EU-Instanz ausdrücklich benannt, für die eigentliche Datenbank nicht.Quelle · Stand 2026-07-30 |
| Subunternehmer | in der Datenschutzerklärung benannt, keine gepflegte ListeNamentlich genannt sind unter anderem Google Cloud und Firebase, PostHog (EU), Intercom, Sentry, Stripe Payments Europe, HubSpot, Loops, Clay, Apollo, DocuSign, Framer, Google Analytics und Microsoft Clarity. Auffällig fehlt: Die Betreiber der abgefragten KI-Systeme sind an keiner Stelle als Auftragsverarbeiter genannt, obwohl die Prompts genau dorthin laufen.Quelle · Stand 2026-07-30 |
| Drittlandübermittlung | ja, USA und weitere DrittländerDie Datenschutzerklärung sagt, Dienste von Google, Stripe, cal.com, HubSpot, Loops, DocuSign, Apollo und Clay könnten Teile der Daten in die USA, nach Großbritannien oder in weitere Drittländer übertragen. Als Grundlage werden EU-US-Datenschutzrahmen oder Standardvertragsklauseln genannt, ohne Zuordnung, welcher Dienst auf welcher Grundlage arbeitet.Quelle · Stand 2026-07-30 |
| Training mit Kundendaten | unklarWeder Datenschutzerklärung noch Nutzungsbedingungen sagen etwas darüber, ob Kundeninhalte für Modelltraining verwendet werden. Die Nutzungsbedingungen sichern nur zu, Kundendaten allein zur Leistungserbringung zu verwenden. Da das Werkzeug Prompts an fremde KI-Systeme schickt, deren Betreiber nirgends benannt sind, ist auch deren Umgang mit den Abfragen ungeklärt.Quelle · Stand 2026-07-30 |
| Aufbewahrung und Löschung | Inhalte bis zur Löschung durch den Kunden, Rechnungsdaten in Deutschland regelmäßig zehn JahreNach Vertragsende werden Kundendaten auf Verlangen gelöscht oder herausgegeben, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. Für Sicherungen und Protokolle nennt die Datenschutzerklärung keine Frist, sondern nur eine kurze Zeit nach Kontolöschung.Quelle · Stand 2026-07-30 |
| Zertifikate | keine genanntAuf peec.ai findet sich weder eine Sicherheits- oder Vertrauensseite noch eine Nennung von ISO 27001 oder SOC 2. Die Datenschutzerklärung beschreibt nur allgemeine Maßnahmen, nämlich Verschlüsselung im Transport und im Ruhezustand, Zugriffsbeschränkung und regelmäßige Aktualisierung. Zertifikate des Infrastrukturanbieters sind nicht dasselbe wie Zertifikate des Anbieters.Quelle · Stand 2026-07-30 |
| EU-KI-Verordnung, Artikel 50 | unklarZu den Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung findet sich auf den Rechtsseiten keine Angabe. Das Werkzeug erzeugt selbst keine KI-Inhalte für Endnutzer, sondern misst fremde Systeme, weshalb die Pflichtenlage überhaupt erst zu klären wäre. Eine Aussage des Anbieters dazu gibt es nicht.Quelle · Stand 2026-07-30 |
| Protokollierung | unklarÖffentlich ist nicht belegt, ob und in welchem Tarif Zugriffe und Änderungen nachvollziehbar protokolliert werden. Die Merkmalstabelle der Preisseite führt Einmalanmeldung ausschließlich im Enterprise-Tarif, ein Protokoll wird gar nicht aufgeführt.Quelle · Stand 2026-07-30 |
Was es wirklich kostet
Einstieg
85 Euro im Monat für 50 Prompts, drei Modelle, ein Projekt und unbegrenzt viele Nutzer. Pro kostet 205 Euro für 150 Prompts und zwei Projekte, Advanced 425 Euro für 350 Prompts, fünf Projekte, mehrere Länder und die Looker-Studio-Anbindung. Bei Jahreszahlung sinken die drei Tarife auf 70, 180 und 360 Euro im Monat.
Quelle · Stand2026-07-30
Was teuer wird
An drei Stellen. Erstens beim vierten Modell: jedes zusätzliche kostet 30 Euro im Monat auf Starter, 70 auf Pro, 140 auf Advanced. Wer statt drei sechs Systeme beobachten will, verdoppelt die Rechnung. Zweitens bei der Währung: die Preisseite ermittelt den Standort des Besuchers im Browser und rechnet dann in Euro oder in Dollar, und die Dollar-Liste liegt mit 95, 245 und 495 im Monat spürbar höher als die Euro-Liste. Drittens beim Agenturtarif, der nicht nach Prompts, sondern nach Guthaben rechnet: ein Prompt mal ein Modell mal ein Tag ergibt ein Guthaben, bei drei Modellen also rund 90 im Monat je Prompt, Mindestzuteilung 900 je Projekt. Essential kostet 205, Growth 420, Scale 675 Dollar im Monat. Einmalanmeldung und Programmierschnittstelle gibt es nur im Enterprise-Tarif ohne Listenpreis.
Was es verdrängt
- Sichtbarkeit in KI-Antworten nach Gefühl einschätzen
- Von Hand in ChatGPT und Perplexity nachfragen
Schnittstellen
- CSV-Export
- Looker Studio ab dem Advanced-Tarif
- Programmierschnittstelle laut Tarifkarte im Enterprise-Tarif
- MCP-Anbindung in der Merkmalstabelle geführt, die Tarifzuordnung ist dort nicht eindeutig lesbar
- Datenherausgabe in maschinenlesbarem Format nach der EU-Datenverordnung
Bei uns: Nicht von uns genutzt
Nicht im eigenen Betrieb genutzt. Alle Angaben stammen aus den Anbieterseiten, dem Handelsregister und der Presse, nicht aus eigener Erfahrung mit dem Werkzeug.
Passende Methoden
Belege
- 1.Tarife, Prompt- und Projektgrenzen, Modell-Zuschläge, Agenturtarife und Guthaben-Rechnung · Stand 2026-07-30
- 2.Vertragslaufzeit, Kündigung, Wechselrecht nach Verordnung (EU) 2023/2854, Herausgabe und Löschung der Kundendaten · Stand 2026-07-30
- 3.Auftragsverarbeiter, Drittlandübermittlung, Speicherung auf Google Cloud ohne Regionsangabe, Aufbewahrung, Sicherheitsmaßnahmen · Stand 2026-07-30
- 4.Rechtsperson, Registergericht, Registernummer, Geschäftsführer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer · Stand 2026-07-30
- 5.Gründungsdatum, ursprüngliche Rechtsform UG, Stammkapital-Erhöhungen bis Januar 2026 · Stand 2026-07-30
- 6.Serie A über 21 Mio. US-Dollar, 29 Mio. US-Dollar Gesamtfinanzierung, Kundenzahl im November 2025 · Stand 2026-07-30
Zuletzt geprüft: 2026-07-30vonDr. Oliver Gausmann, Convios GmbH
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