# Sentry

> Nimmt Ausnahmen und Zeitmessungen aus einer laufenden Anwendung entgegen, fasst gleichartige Vorfälle zu einem Eintrag zusammen und zeigt dazu die Codezeile samt der Änderung, die sie zuletzt angefasst hat, sodass ein Ausfall im Team auffällt, bevor ihn ein Kunde meldet.

- Anbieter: Functional Software, Inc. d/b/a Sentry, Vereinigte Staaten
- Kanonische URL: https://www.convios.com/de/werkzeugkasten/sentry
- Sprachfassung: https://www.convios.com/en/toolbox/sentry
- Bereich: Produkt & Entwicklung · Cluster: Fehler- und Leistungsbeobachtung
- Rolle: Fertigprodukt · Herkunft: Etabliert, KI nachgerüstet
- Stand: 2026-08-25 · Geprüft: 2026-08-25 · Autor: Dr. Oliver Gausmann, Convios GmbH
- Werkzeugkasten: https://www.convios.com/de/werkzeugkasten — Markdown: https://www.convios.com/de/werkzeugkasten.md

## Urteil

Verhindert Rückstand: Fehlerbeobachtung ist gekaufte Grundausstattung. Jeder Wettbewerber hat sie, jeder bekommt sie zum selben Preis, und deshalb entsteht daraus kein Vorsprung. Spürbar wird sie erst im Fehlen. Wer sie weglässt, erfährt vom Ausfall über den Support und diskutiert danach über einen Zeitstempel aus einem Bildschirmfoto. Was das Werkzeug tatsächlich liefert, ist die Bündelung: Aus zweihunderttausend Ereignissen werden vierzig Vorfälle, jeder mit Häufigkeit, betroffenen Nutzern und der auslösenden Änderung. Diese Bündelung ist die eigentliche Leistung, und sie ist auch die Stelle, an der ein Eigenbau scheitert. Die KI-Schicht darüber ändert an der Einordnung nichts. Sie liest denselben Stapelauszug schneller, als ein Mensch ihn liest, und sie kostet je Kopf mehr als der Tarif darunter.

## Eignung nach Unternehmensgröße

- Solopreneur: geeignet — Der kostenlose Tarif trägt den Zweck. Der Anbieter beziffert ihn am 25. August 2026 mit einem Nutzer, unbegrenzten Projekten, 5.000 Fehlern, 5 GB Protokollen, fünf Millionen Zeitabschnitten und fünfzig Sitzungsaufzeichnungen im Monat. Die Grenze, die zuerst greift, ist die Vorhaltung von dreißig Tagen. Ein Fehler, der einmal im Quartal auftritt, hat beim zweiten Mal keine Vorgeschichte mehr.
- KMU: geeignet — Hier sitzt der Anwendungsfall, und die Rechnung bleibt klein, solange die KI-Schicht aus bleibt. Team kostet 26 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung, Business 80 US-Dollar, jeweils mit unbegrenzten Nutzern. Wer Seer dazunimmt, zahlt 40 US-Dollar je aktivem Mitwirkenden im Monat. Bei zwölf Entwicklern liegt der Zusatz damit bei 480 US-Dollar und übersteigt den Grundtarif um das Sechsfache. Die zweite Stelle ist die Anmeldung: Wer über den eigenen Verzeichnisdienst anmelden will, braucht Business.
- Konzern: bedingt geeignet — Die Funktion trägt, die Beschaffung stolpert an drei Stellen. Anmeldung über SAML2 und Nutzerabgleich über SCIM beginnen bei Business, und Relay im verwalteten Betrieb, also der vorgeschaltete Dienst im eigenen Netz, der personenbezogene Felder vor der Übertragung entfernt, ebenfalls. Zweitens fällt eine Entscheidung vor allen anderen: Die Region wird beim Anlegen der Organisation gewählt und lässt sich danach für eine betriebene Organisation nicht mehr ändern, der Anbieter verweist auf eine neue Organisation. Drittens fehlt zum Prüfprotokoll die öffentliche Angabe zu Frist und Tarifbindung, obwohl es dieses Protokoll gibt und obwohl der Einkauf genau danach fragt.

## Tragfähigkeit des Anbieters

Etabliert: Sentry begann als quelloffenes Vorhaben und wird nach Angabe des Unternehmens seit über zehn Jahren als Produkt betrieben. Für die Einordnung zählen die harten Punkte: eine datierte Runde von 2022, zwei belegte Zukäufe, eine EU-Schwestergesellschaft mit eigener Anschrift in Wien und Rechtsdokumente, die weiter gepflegt werden. Alle Zahlen zu Organisationen, Ereignissen und Beschäftigten stammen vom Unternehmen selbst und stehen hier als solche.

- Rechtsperson und EU-Schwestergesellschaft: Functional Software, Inc. d/b/a Sentry, Vereinigte Staaten, als Vertragspartner; in der Unterauftragnehmer-Liste als konzerneigene Gesellschaften geführt: Functional Software GmbH, Jakov-Lind-Straße 5/4. OG, 1020 Wien, dazu Sentry Software Canada Inc. in Toronto und Sentry Software Netherlands B.V. in Schiphol (Quelle: https://sentry.io/legal/subprocessors/, Stand 2026-06-01)
- Letzte gemeldete Eigenkapitalrunde: 90 Mio. US-Dollar Serie E, gemeldet am 4. Mai 2022, gemeinsam geführt von BOND und Accel mit New Enterprise Associates und K5 Global; die Bewertung von über 3 Mrd. US-Dollar und die Gesamtsumme von 217 Mio. US-Dollar sind Angaben des Unternehmens (Quelle: https://sentry.io/about/press-releases/sentry-raises-90-million-in-series-e-funding-to-expand-and-drive-adoption-of-developer-first-application-monitoring/, Stand 2022-05-04)
- Zukäufe mit eigener Pressemeldung: Codecov am 30. November 2022, Emerge Tools am 6. Mai 2025; der Auftragsverarbeitungsvertrag deckt seither ausdrücklich beide Angebote ab (Quelle: https://sentry.io/about/press-releases/sentry-acquires-codecov/, Stand 2022-11-30)
- Pflegestand der Rechtsdokumente: Unterauftragnehmer-Liste in der Fassung 2.3.0 vom 1. Juni 2026, Zusatz für das Gesundheitswesen vom 15. Januar 2026, Datenschutzerklärung vom 29. Oktober 2025, Auftragsverarbeitungsvertrag in der Fassung 5.1.0 vom 29. Mai 2024, Nutzungsbedingungen vom 12. Februar 2024 (Quelle: https://sentry.io/legal/, Stand 2026-08-25)
- Angaben zur Größe im Zeitverlauf: Nach eigener Angabe 130.000 Organisationen am 6. Mai 2025, 140.000 am 23. September 2025 und 200.000 Organisationen in 146 Ländern am 25. August 2026, dazu über 200 Beschäftigte an vier Standorten und mehr als 190 Mrd. verarbeitete Ereignisse am Tag (Quelle: https://sentry.io/about/, Stand 2026-08-25)
- Laufende Entwicklung: Der öffentliche Änderungsbericht führt für August 2026 sechs Einträge, der jüngste vom 13. August 2026; die Reihe reicht ohne Lücke bis März 2023 zurück (Quelle: https://sentry.io/changelog/, Stand 2026-08-25)

## Ausstiegskosten

Mittel: Der Anschluss ist austauschbar, die Auswertung ist es nicht. Wer über OpenTelemetry zuliefert, tauscht das Ziel und behält die Messpunkte im Code. Wer die hauseigenen Bausteine benutzt, tauscht in jedem Dienst eine Abhängigkeit. Beides ist Arbeit von Tagen. Was der Umzug stehen lässt, sind die Regeln, die über Jahre gewachsen sind: die Bündelung gleichartiger Ausnahmen zu einem Vorfall, die Zuständigkeitsregeln je Verzeichnis, die Alarmschwellen, die Filter gegen Rauschen aus Erweiterungen im Browser und die Regeln, die personenbezogene Felder vor dem Versand entfernen. Diese Regeln tragen Entscheidungen aus dem Datenschutz und werden im neuen Werkzeug von Hand neu gefasst. Die Historie selbst wiegt hier leichter als anderswo, weil die Vorhaltung ohnehin bei dreißig bis neunzig Tagen liegt. Eine Eigenheit kommt dazu, und sie trifft auch den, der bleibt: Ein Wechsel der Region verlangt eine neue Organisation, und damit beginnt die Sammlung der Vorfälle bei null.

## Regulatorik und Daten

| Punkt | Befund | Belegstand | Stand |
|---|---|---|---|
| Auftragsverarbeitung | Volltext öffentlich lesbar, wirksam erst durch gesonderte elektronische Zustimmung — Der Vertrag in der Fassung 5.1.0 vom 29. Mai 2024 steht ohne Anmeldung auf der Seite, samt aller Vorfassungen zurück bis 2018. Er wird zwischen Functional Software, Inc. und der Partei geschlossen, die ihm elektronisch zustimmt, und der Anbieter verweist dafür auf eine gesonderte Anweisung. Für die Akte heißt das: Lesen genügt nicht, der Schritt im Konto gehört dazu. Zwei Punkte sollte die Rechtsabteilung markieren. Erstens untersagt der Vertrag die Übermittlung besonderer Kategorien personenbezogener Daten ausdrücklich und stellt fest, dass die Pflichten des Anbieters für solche Daten nicht gelten; ein Stapelauszug führt jedoch mit, was gerade im Speicher stand. Zweitens gilt derselbe Vertrag für Sentry und Codecov gemeinsam. | teilweise belegt | 2024-05-29 |
| Speicherort | EU in Frankfurt oder USA in Iowa, Wahl einmalig beim Anlegen der Organisation — Die EU-Region ist seit dem 16. April 2024 allgemein verfügbar, steht in jedem Tarif einschließlich des kostenlosen zur Verfügung und kostet nichts extra; die Adresse für Zulieferungen lautet dann de.sentry.io. Voreingestellt ist sie nicht, und die Wahl fällt beim Anlegen der Organisation. Danach ist sie geschlossen: Für eine bestehende betriebene Organisation lässt sich der Speicherort nicht mehr ändern, der Anbieter nennt als einzigen Weg das Anlegen einer neuen Organisation. Vier Dinge verlassen die gewählte Region unabhängig von der Entscheidung, und drei davon fragt jede Prüfung ab: Nutzerkonten samt Anmeldeverfahren, die Zugangsschlüssel der Anbindungen, die Einstellungen der Organisation und das Prüfprotokoll. Wer Unterlagen in ein Support-Ticket hängt, legt sie nach Angabe des Anbieters in den Vereinigten Staaten ab. | teilweise belegt | 2026-08-25 |
| Subunternehmer | vollständige öffentliche Liste mit Anschrift, Land und Zweck, dazu ein Änderungsfeed — Die Liste in der Fassung 2.3.0 vom 1. Juni 2026 nennt acht Empfänger mit vollständiger Anschrift, Verarbeitungsland und Zweck, dazu drei konzerneigene Gesellschaften. Für die Infrastruktur stehen Amazon Web Services, Google Cloud Platform und Cloudflare jeweils mit Europäischer Union und Vereinigten Staaten. Getrennt davon stehen zwei Einträge, die im Einkauf die eigentliche Frage auslösen: Anthropic, PBC und OpenAI, L.L.C., beide allein mit den Vereinigten Staaten und beide mit dem Zweck KI- und Modelldienste. Zustellung und Support laufen über Sinch mit der Europäischen Union sowie Twilio und Intercom mit den Vereinigten Staaten. Änderungen lassen sich über einen Feed verfolgen, ein Widerspruchsverfahren mit Frist nennt die Seite nicht. | belegt | 2026-06-01 |
| Drittlandübermittlung | EU-US-Datenschutzrahmen als Grundlage, Standardvertragsklauseln als Auffanglösung, beide im Vertrag — Anlage 3 des Auftragsverarbeitungsvertrags regelt die Übermittlung in zwei Stufen. Zuerst gilt die Selbstzertifizierung nach dem EU-US-Datenschutzrahmen samt britischer Erweiterung und schweizerischer Fassung, verbunden mit der Pflicht, ein Ende der Zertifizierung anzuzeigen. Fällt der Rahmen weg oder greift er für eine Übermittlung nicht, treten die Standardvertragsklauseln nach dem Beschluss 2021/914 vom 4. Juni 2021 an seine Stelle, für das Vereinigte Königreich ergänzt um das Addendum in der Fassung B1.0. Dieselbe Anlage nennt eine Zusage, die über den Standardtext hinausgeht: Der Anbieter zeigt an, wenn er die Klauseln nicht mehr einhalten kann, ohne die betroffene Bestimmung nennen zu müssen. Welcher der acht Empfänger auf welcher der beiden Grundlagen arbeitet, ordnen die öffentlichen Unterlagen nicht einzeln zu. | belegt | 2024-05-29 |
| Training mit Kundendaten | Training voreingestellt ausgeschlossen, die Zusage steht in der Dokumentation und nicht im Vertrag — Der Befund entsteht beim Nebeneinanderlegen dreier Unterlagen, und er ist der wertvollste dieses Profils. Die Dokumentation sagt zu, dass Kundendaten ohne Erlaubnis kein Modell trainieren, dass eine Löschung auch aus den Modellen wirkt und dass die Sprachmodelle in der eigenen Produktionsumgebung laufen, ohne dass die dahinterstehenden Modellanbieter darauf zugreifen; eine Freigabe zur Produktverbesserung ist möglich und ausdrücklich freiwillig. Diese Seiten tragen kein Datum. Der Auftragsverarbeitungsvertrag vom 29. Mai 2024 und die Datenschutzerklärung vom 29. Oktober 2025 enthalten dagegen kein einziges Vorkommen von Training, Modell oder künstlicher Intelligenz, geprüft im Volltext beider Dokumente am 25. August 2026. Zugleich führt die Unterauftragnehmer-Liste vom 1. Juni 2026 Anthropic und OpenAI mit dem Verarbeitungsland Vereinigte Staaten. Die Zusage besteht also, sie steht nur an der Stelle, die der Anbieter ohne Vertragsänderung ändern kann. Wer sie in der Akte braucht, verhandelt sie in den Hauptvertrag hinein. | teilweise belegt | 2026-08-25 |
| Aufbewahrung und Löschung | Löschung nach Vertragsende zugesagt ohne Frist, laufende Vorhaltung je Tarif beziffert — Der Auftragsverarbeitungsvertrag sagt in Abschnitt 5 zu, personenbezogene Daten nach Ablauf der Laufzeit zu vernichten, und behält Rechtspflichten vor; wer dann noch etwas braucht, muss es vorher selbst ausleiten. Eine Frist steht dort nicht. Beziffert ist die Vorhaltung im Betrieb: dreißig Tage für alle Datenarten im kostenlosen Tarif, neunzig Tage für Fehler, Sitzungsaufzeichnungen und Anhänge bei Team und Business, dreißig Tage für Zeitabschnitte, Profile und Protokolle, dazu bei Business dreizehn Monate in einer Stichprobe. Die Frist wird beim Eingang der Daten festgeschrieben, ein Tarifwechsel wirkt also nur nach vorn. Nach der Löschung eines Kontos sind die Ereignisdaten binnen 24 Stunden nicht mehr zugänglich, Sicherungskopien fallen neunzig Tage nach ihrer Erstellung weg. | teilweise belegt | 2026-08-25 |
| Zertifikate | SOC 2 Typ 1 und Typ 2, ISO 27001 und eine Attestierung für das Gesundheitswesen, Berichte nur auf Anfrage — Vier Nachweise sind auf der Sicherheitsseite benannt und beziehen sich auf den Anbieter selbst: SOC 2 Typ 1, SOC 2 Typ 2, ISO 27001 und eine Attestierung nach der Sicherheitsregel des US-Gesundheitsrechts. Dazu läuft jährlich eine Eindringprüfung durch eine unabhängige Stelle an einem abgetrennten Abbild der Umgebung, deren Zusammenfassung Kunden erhalten. Öffentlich frei steht allein der ausgefüllte Fragebogen zur Wolkensicherheit. Bericht und Zertifikat gibt es über das eigene Konto oder auf Anfrage, und Prüfzeitraum, Fassung der Norm und Geltungsbereich nennt der Anbieter öffentlich an keiner Stelle. Der Vertrag räumt zusätzlich eine eigene Prüfung durch einen international anerkannten Prüfer ein, auf Kosten des Kunden und höchstens einmal in zwölf Monaten. | teilweise belegt | 2026-08-25 |
| EU-KI-Verordnung, Artikel 50 | keine Aussage zur Verordnung, obwohl das Produkt Texte und Codeänderungen erzeugt — Der Anbieter führt mit Seer einen Agenten, der Ursachen benennt, Korrekturen vorschlägt und Änderungsanfragen prüft, seit dem 23. September 2025 auch als Prüfung vor der Auslieferung. Zur KI-Verordnung (EU) 2024/1689 und ihrer Änderungsverordnung (EU) 2026/1744 sagen Sicherheitsseite, Vertrauensseite und Rechtsseite am 25. August 2026 nichts, eine Zertifizierung nach ISO/IEC 42001 ist nirgends genannt, und die drei Seiten zum Umgang mit KI behandeln allein den Datenschutz. Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 gelten seit dem 2. August 2026. Sie treffen hier zunächst den Betreiber, weil der Agent gegenüber dem eigenen Entwicklungsteam auftritt; die Kennzeichnung lässt sich also ohne Zutun des Anbieters setzen, und die KI-Funktionen sind in den Einstellungen der Organisation vollständig abschaltbar. Wer einen vom Agenten erzeugten Text in Kundenkommunikation übernimmt, verlässt diesen Rahmen und trägt die Einordnung allein. | teilweise belegt | 2026-08-25 |
| Protokollierung | Prüfprotokoll vorhanden und beschrieben, Frist und Tarifbindung öffentlich offen — Die Sicherheitsseite beschreibt das Protokoll nach Umfang: jede Handlung in der Oberfläche mit Vorgangsart, handelnder Person, Zeitpunkt und IP-Adresse, genannt werden als Beispiele die Einladung eines Mitglieds und das Anlegen eines Projekts. Damit endet die öffentliche Auskunft. Die Dokumentation führt zum Prüfprotokoll keine eigene Seite; die Antwort auf die Frage nach der Vorhaltefrist liegt in einem Hilfeartikel hinter der Anmeldung, und die Preisseite nennt das Protokoll in keiner Tarifzeile. Für die Beschaffung heißt das: Reichweite belegbar, Frist und Tarifbindung erst nach Rückfrage beim Anbieter. Sicher ist ein Punkt aus einer anderen Quelle, und er gehört in dieselbe Akte: Das Prüfprotokoll liegt nach Angabe des Anbieters außerhalb der gewählten Region. | teilweise belegt | 2026-08-25 |

## Kosten

- Einstieg: Der Tarif Developer ist kostenlos und trägt einen Nutzer mit 5.000 Fehlern im Monat und dreißig Tagen Vorhaltung. Team kostet 26 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung, Business 80 US-Dollar, beide mit unbegrenzt vielen Nutzern und 50.000 Fehlern im Grundkontingent; Enterprise läuft über ein Angebot. Oberhalb des Kontingents greift ein Verbrauchspreis je Fehler, der mit der Menge fällt: 0,0003625 US-Dollar zwischen 50.000 und 100.000, 0,0001875 US-Dollar bis zehn Millionen und 0,00015 US-Dollar oberhalb von zwanzig Millionen. (Stand 2026-08-25)
- Teuer wird es: Die KI-Schicht, und zwar deutlich. Seer wird seit Januar 2026 mit 40 US-Dollar je aktivem Mitwirkenden im Monat berechnet, in Team und Business gleich, dazu 1,00 US-Dollar für jeden Korrekturlauf im Verbrauch. Ein Team aus zwanzig Entwicklern zahlt damit 800 US-Dollar im Monat für den Agenten und 80 US-Dollar für den Tarif darunter. Wer vorher eingestiegen ist, zahlte 20 US-Dollar je Konto zuzüglich eines Guthabens von 25 US-Dollar, und dieser Unterschied lohnt eine Prüfung der eigenen Rechnung. Die zweite Schwelle liegt in der Verwaltung: Anmeldung über SAML2, Nutzerabgleich über SCIM und Relay im verwalteten Betrieb beginnen sämtlich bei Business. Die dritte Stelle kostet kein Geld und trotzdem am meisten, weil die Region beim Anlegen der Organisation gewählt wird und sich danach nur über eine neue Organisation korrigieren lässt.

## Drei Wege im Vergleich

### Datadog, der Anbieter mit dem Rahmenvertrag

Datadog, New Relic und Dynatrace beantworten dieselbe Frage als Teil einer größeren Plattform, die Infrastruktur, Protokolle und Ablaufverfolgung mitbringt. Konzerne bleiben dabei aus einem Grund, der mit der Oberfläche wenig zu tun hat: Der Rahmenvertrag steht, der Ansprechpartner ist benannt, die Reaktionszeit ist zugesagt, und der Einkauf muss für ein einzelnes Signal keinen zweiten Anbieter prüfen. Dazu kommt die Tragfähigkeitsprüfung, die bei einer börsennotierten Gesellschaft auf veröffentlichten Zahlen steht statt auf einer Pressemeldung von 2022. Bezahlt wird das mit einem Preisgefüge aus Plätzen, Hosts und aufgenommenen Datenmengen, das eine eigene Kostenstelle rechtfertigt, und mit einem Einstieg, den man ohne Gespräch nicht erfährt. Für ein Team, das nur wissen will, welche Ausnahme wie oft auftritt, ist das der teurere Weg zur selben Antwort.

### Der Coding-Assistent, der den Stapelauszug selbst liest

Ein KI-natives Gegenstück zur Fehlersammlung gibt es nicht, wohl aber eines zur Auswertung. Claude Code und Cursor aus diesem Katalog nehmen einen Stapelauszug und ein Verzeichnis entgegen und liefern eine Änderung, und der Anbieter liefert dafür selbst einen MCP-Server, über den ein Assistent den Vorfall direkt abruft. Der Preisunterschied ist beziffert: Seer kostet 40 US-Dollar je Mitwirkendem im Monat, während das Abonnement des Assistenten in vielen Teams ohnehin läuft und die Arbeit mit erledigt. Aufgegeben wird die Schicht darunter, also das Einsammeln, das Bündeln und der Alarm. Ein Assistent braucht jemanden, der ihm den Vorfall vorlegt, und genau dieser Jemand fehlt um drei Uhr nachts. Sinnvoll wird die Kombination deshalb selten als Ersatz und häufig als Aufteilung: Das Fertigprodukt sammelt und bündelt, der Assistent schreibt die Korrektur.

### OpenTelemetry am Rand, Postgres dahinter, Selbstbetrieb als dritte Möglichkeit

Zwei Wege stehen offen, und beide sind billiger im Preis als in der Wartung. Der erste sammelt selbst: Die Anwendung liefert über OpenTelemetry an einen Worker auf Cloudflare Pages aus diesem Katalog, Supabase hält die Ereignisse in Postgres, n8n verteilt den Alarm, und die Oberfläche entsteht mit Claude Code in wenigen Tagen. Gerechnet mit 1.200 Euro Tagessatz und zwölf Personentagen sind das rund 14.400 Euro einmalig, dagegen stehen 312 US-Dollar im Jahr für den Tarif Team. Der zweite Weg nimmt das Werkzeug selbst: Sentry steht unter der Functional Source License zur Verfügung, die nach zwei Jahren in Apache 2.0 übergeht, und läuft im eigenen Rechenzentrum ab vier Kernen und 16 GB Arbeitsspeicher, empfohlen werden 32 GB. Der Anbieter gibt dafür keine Zusagen, keine Unterstützung und keine Skalierungsanleitung; Seer und die Wahl des Speicherorts fehlen im Selbstbetrieb ganz, wobei Letzteres im eigenen Haus ohnehin gelöst ist. Der Eigenbau bricht an drei Stellen. Die Bündelung ist die erste: Aus zweihunderttausend Ereignissen vierzig Vorfälle zu machen und dabei die Kennung stabil zu halten, wenn sich eine Zeilennummer verschiebt, ist das eigentliche Produkt. Die zweite ist die Auflösung verkürzter Stapelauszüge, für die Quellzuordnungen aus dem Bau der Weboberfläche und Symboldateien aus den mobilen Anwendungen eingesammelt und über Monate vorgehalten werden müssen. Die dritte ist die Bereitschaft: Ein Alarm um drei Uhr nachts nützt nichts, wenn der Sammler selbst der Dienst ist, der gerade ausgefallen ist.

Empfehlung nach Größe:

- Solopreneur: Nehmen, der kostenlose Tarif trägt den Zweck vollständig.
- KMU: Kaufen, die KI-Schicht aber erst nach einer Rechnung je Kopf einschalten.
- Konzern: Region und Tarif vor dem ersten Ereignis klären, dann über Mengen reden.

## Einordnung

- Setzt Methode um: [DORA-Delivery-Diagnose](https://www.convios.com/de/methodik/dora-delivery-diagnose) — Die Wiederherstellzeit nach einem Fehlschlag und die Quote fehlgeschlagener Änderungen lassen sich nur behaupten, solange niemand mitschreibt, und dieses Werkzeug ist die übliche Stelle, an der beide Größen entstehen.
- Setzt Methode um: [DORA AI Capabilities Model (sieben KI-Fähigkeiten)](https://www.convios.com/de/methodik/dora-ai-capabilities) — Der Agent im Produkt verstärkt eine vorhandene Liefer-Disziplin und ersetzt keine fehlende, was sich hier am Preis je Kopf sofort zeigt: Ohne Zuständigkeitsregeln und Alarmschwellen bezahlt das Team eine Analyse, die niemand aufgreift.
- Setzt Methode um: [Regulatorik-Dichte-Test](https://www.convios.com/de/methodik/regulatorik-dichte-test) — Die Dichte der Nachweispflichten entscheidet, ob Anmeldung über den Verzeichnisdienst, Prüfprotokoll und vorgeschaltete Feldbereinigung Zusatz sind oder Kaufbedingung, und genau daran hängt hier der Sprung in den nächsten Tarif.
- Alternative: [PostHog](https://www.convios.com/de/werkzeugkasten/posthog)
- Alternative: [Langfuse](https://www.convios.com/de/werkzeugkasten/langfuse)
- Alternative: [GitHub](https://www.convios.com/de/werkzeugkasten/github)
- Verdrängt: Der Fehlerbericht per E-Mail an ein Sammelpostfach, in dem die zweihundertste Wiederholung derselben Ausnahme untergeht, Die Meldung eines Kunden als erste Nachricht über einen Ausfall, Die Suche im Serverprotokoll nach einem Zeitstempel, den jemand aus einem Bildschirmfoto abgetippt hat

## Belege

- Auftragsverarbeitungsvertrag in der Fassung 5.1.0 vom 29. Mai 2024: Functional Software, Inc. als Auftragsverarbeiter, Wirksamkeit durch elektronische Zustimmung, ausdrückliches Verbot der Übermittlung besonderer Kategorien personenbezogener Daten, Geltung für Sentry und Codecov, Vernichtung nach Ablauf der Laufzeit ohne benannte Frist, Prüfrechte einmal in zwölf Monaten auf Kosten des Kunden sowie Anlage 3 mit Datenschutzrahmen, Standardvertragsklauseln 2021/914 und britischem Addendum B1.0 — https://sentry.io/legal/dpa/ (Stand 2024-05-29)
- Unterauftragnehmer-Liste 2.3.0: acht Empfänger mit Anschrift, Verarbeitungsland und Zweck, darunter Anthropic, PBC und OpenAI, L.L.C. allein mit den Vereinigten Staaten für KI- und Modelldienste, dazu die drei konzerneigenen Gesellschaften in Wien, Toronto und Schiphol — https://sentry.io/legal/subprocessors/ (Stand 2026-06-01)
- Datenschutzerklärung vom 29. Oktober 2025: Selbstzertifizierung von Functional Software, Inc. nach dem EU-US-Datenschutzrahmen samt britischer und schweizerischer Fassung, dazu die ausdrückliche Feststellung, dass diese Erklärung für die im Dienst übermittelten Daten nicht gilt — https://sentry.io/privacy/ (Stand 2025-10-29)
- Übersicht der Rechtsdokumente mit ihren Fassungsdaten: Zusatz für das Gesundheitswesen 15. Januar 2026, Datenschutzerklärung 29. Oktober 2025, Auftragsverarbeitungsvertrag 29. Mai 2024, Nutzungsbedingungen 12. Februar 2024 — https://sentry.io/legal/ (Stand 2026-08-25)
- Sicherheitsseite: Betrieb auf der Google Cloud Platform in geteilter Umgebung, stündliche verschlüsselte Sicherungen in mehreren Regionen, Wegfall der Sicherungen neunzig Tage nach Erstellung, Unzugänglichkeit der Ereignisdaten binnen 24 Stunden nach Löschung eines Kontos, jährliche Eindringprüfung an einem abgetrennten Abbild, die Nachweise SOC 2 Typ 1, SOC 2 Typ 2, ISO 27001 und die Attestierung nach US-Gesundheitsrecht sowie der Umfang des Prüfprotokolls mit Vorgangsart, Person, Zeitpunkt und IP-Adresse — https://sentry.io/security/ (Stand 2026-08-25)
- Vertrauensseite: Verweise auf die Grundsätze zum Umgang mit KI, die Datenschutz-Übersicht zu Seer und die Selbstzertifizierung für grenzüberschreitende Übermittlungen, dazu der Hinweis, dass SOC-2-Bericht und ISO-27001-Zertifikat über das eigene Konto oder auf Anfrage verfügbar sind, während allein der Fragebogen zur Wolkensicherheit frei heruntergeladen werden kann; eine Aussage zur KI-Verordnung findet sich dort nicht — https://sentry.io/trust/ (Stand 2026-08-25)
- Grundsätze zur Verwendung der im Dienst übermittelten Daten: Kundendaten trainieren ohne Erlaubnis kein Modell, eine Löschung wirkt auch in den Modellen, die Freigabe zur Produktverbesserung ist freiwillig und steht in den Einstellungen unter Recht und Nachweispflichten; die Seite trägt kein Datum — https://docs.sentry.io/security-legal-pii/security/ai-ml-policy/ (Stand 2026-08-25)
- Datenschutz und Sicherheit der KI-Funktionen: verarbeitet werden Fehlermeldungen, Stapelauszüge, Zeitabschnitte, Protokolle, Interaktionen in der Oberfläche, Profile und Quellcode aus verbundenen Verzeichnissen; die Sprachmodelle laufen in der Produktionsumgebung des Anbieters ohne Zugriff der dahinterstehenden Modellanbieter, und die KI-Funktionen lassen sich für die Organisation vollständig abschalten — https://docs.sentry.io/product/ai-in-sentry/ai-privacy-and-security/ (Stand 2026-08-25)
- Speicherort: Wahl zwischen der Europäischen Union mit Frankfurt und den Vereinigten Staaten mit Iowa, Adresse de.sentry.io für die EU-Region, keine Änderung des Speicherorts für eine bestehende betriebene Organisation, und die Ausnahmen, die unabhängig von der Wahl außerhalb der Region liegen: Nutzerkonten und Anmeldeverfahren, Zugangsschlüssel der Anbindungen, Einstellungen der Organisation, Prüfprotokoll sowie in Support-Vorgängen geteilte Unterlagen — https://docs.sentry.io/organization/data-storage-location/ (Stand 2026-08-25)
- Allgemeine Verfügbarkeit des Speicherorts Deutschland für alle Organisationen einschließlich des kostenlosen Tarifs Developer — https://sentry.io/changelog/data-storage-location-in-germany-is-generally-available/ (Stand 2024-04-16)
- Vorhaltefristen je Tarif und Datenart: dreißig Tage durchgehend bei Developer, neunzig Tage für Fehler, Sitzungsaufzeichnungen und Anhänge bei Team und Business, dreißig Tage für Zeitabschnitte, Profile und Protokolle, dazu dreizehn Monate in einer Stichprobe bei Business und Enterprise; die Frist wird beim Eingang der Daten festgeschrieben — https://docs.sentry.io/security-legal-pii/security/data-retention-periods/ (Stand 2026-08-25)
- Preisseite: Developer kostenlos mit einem Nutzer und 5.000 Fehlern, Team 26 US-Dollar und Business 80 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung mit je 50.000 Fehlern im Kontingent, Enterprise nach Angebot, dazu die Verbrauchsstufen je Fehler von 0,0003625 bis 0,00015 US-Dollar und die Zuordnung von SAML2 und SCIM zum Tarif Business — https://sentry.io/pricing/ (Stand 2026-08-25)
- Preis für Seer seit Januar 2026: 40 US-Dollar je aktivem Mitwirkenden im Monat in Team und Business, 1,00 US-Dollar je Korrekturlauf im Verbrauch, und für Bestandskunden davor 20 US-Dollar je Konto zuzüglich eines Guthabens von 25 US-Dollar — https://docs.sentry.io/pricing/ (Stand 2026-08-25)
- Anmeldung über SAML2 und Nutzerabgleich über SCIM setzen den Tarif Business oder Enterprise voraus, während Google und GitHub ab Team zur Verfügung stehen — https://docs.sentry.io/product/accounts/sso/ (Stand 2026-08-25)
- Relay als vorgeschalteter Dienst, der personenbezogene Felder an zentraler Stelle vor der Übertragung entfernt, im verwalteten Betrieb ab dem Tarif Business — https://docs.sentry.io/product/relay/modes/ (Stand 2026-08-25)
- Selbstbetrieb unter der Functional Source License mit Übergang in Apache 2.0 nach zwei Jahren, ohne Zusagen und ohne feste Unterstützung, mindestens vier Kerne und 16 GB Arbeitsspeicher bei einer Empfehlung von 32 GB, ohne Seer und ohne Wahl des Speicherorts — https://develop.sentry.dev/self-hosted/ (Stand 2026-08-25)
- Runde über 90 Mio. US-Dollar der Serie E unter gemeinsamer Führung von BOND und Accel mit New Enterprise Associates und K5 Global sowie die Bewertung und die Gesamtsumme nach Angabe des Unternehmens — https://sentry.io/about/press-releases/sentry-raises-90-million-in-series-e-funding-to-expand-and-drive-adoption-of-developer-first-application-monitoring/ (Stand 2022-05-04)
- Übernahme von Codecov mit eigener Pressemeldung — https://sentry.io/about/press-releases/sentry-acquires-codecov/ (Stand 2022-11-30)
- Übernahme von Emerge Tools sowie die Angaben des Unternehmens zu vier Millionen Entwicklern und 130.000 Organisationen zu diesem Zeitpunkt — https://sentry.io/about/press-releases/sentry-acquires-emerge-tools-to-enhance-its-mobile-app-monitoring-solution/ (Stand 2025-05-06)
- Ankündigung der Prüfung von Änderungsanfragen durch den Agenten sowie die Angabe des Unternehmens zu 140.000 Organisationen zu diesem Zeitpunkt — https://sentry.io/about/press-releases/sentry-announces-ai-code-review/ (Stand 2025-09-23)
- Angaben des Unternehmens zu 200.000 Organisationen in 146 Ländern, über 200 Beschäftigten an vier Standorten, mehr als 190 Mrd. Ereignissen am Tag und 217 Mio. US-Dollar aus sechs Runden — https://sentry.io/about/ (Stand 2026-08-25)
