# PostHog

> Zeichnet auf, was Menschen in einer Anwendung tun, gibt einzelne Funktionen für ausgewählte Gruppen frei und rechnet aus, ob die Änderung gewirkt hat, sodass die Entscheidung über die nächste Ausbaustufe an gemessenen Zahlen hängt statt an der lautesten Meinung im Raum.

- Anbieter: PostHog, Inc., San Francisco, Kalifornien, mit der Tochtergesellschaft PostHog GmbH, München
- Kanonische URL: https://www.convios.com/de/werkzeugkasten/posthog
- Sprachfassung: https://www.convios.com/en/toolbox/posthog
- Bereich: Produkt & Entwicklung · Cluster: Produktanalyse und Schalter
- Rolle: Fertigprodukt · Herkunft: Etabliert, KI nachgerüstet
- Stand: 2026-08-19 · Geprüft: 2026-08-19 · Autor: Dr. Oliver Gausmann, Convios GmbH
- Werkzeugkasten: https://www.convios.com/de/werkzeugkasten — Markdown: https://www.convios.com/de/werkzeugkasten.md

## Urteil

Verstärkt das Kernprodukt: Produktanalyse kauft niemand, um sie zu haben. Sie wird gekauft, weil die Frage, welche Funktion tatsächlich benutzt wird, sonst am Tisch entschieden wird und nicht an Zahlen. Das Werkzeug selbst bleibt austauschbar, denn Amplitude, Mixpanel und Statsig beantworten dieselbe Frage. Was beim Kernprodukt landet, ist die Verdrahtung. Ein Schalter, der eine Funktion für fünf Prozent der Nutzer freigibt, liegt im ausgelieferten Code und entscheidet mit, was ein Kunde zu sehen bekommt. Damit wächst die Fähigkeit, Änderungen dosiert auszurollen und wieder zurückzunehmen, in das Produkt hinein und bleibt dort auch nach einem Anbieterwechsel. Vorsprung entsteht daraus keiner, weil der Wettbewerb dieselbe Oberfläche für dasselbe Geld bekommt. Die Fähigkeit, die Zahlen dann auch gegen die eigene Lieblingsidee gelten zu lassen, verkauft ohnehin niemand.

## Eignung nach Unternehmensgröße

- Solopreneur: geeignet — Das kostenlose Kontingent trägt den Zweck vollständig und verlangt keine Karte. Der Anbieter beziffert es am 19. August 2026 mit einer Million Ereignissen, 5.000 Sitzungsaufzeichnungen, einer Million Abfragen für Schalter und 100.000 erfassten Ausnahmen im Monat. Wer allein arbeitet, kommt selten darüber. Die Grenze, die zuerst weh tut, ist die Vorhaltung: Im kostenlosen Tarif steht ein Jahr zur Verfügung, sodass der Vergleich mit dem Vorjahr im zweiten Betriebsjahr bereits fehlt.
- KMU: geeignet — Hier sitzt der Anwendungsfall. Ohne Mindestabnahme, ohne Jahresvertrag, mit sechs Projekten und sieben Jahren Vorhaltung, sobald eine Karte hinterlegt ist. Zehn Millionen Ereignisse im Monat kosten nach den veröffentlichten Stufen rund 324 US-Dollar. Die Rechnung entscheidet sich trotzdem woanders: Anmeldung über SAML beginnt bei 750 US-Dollar im Monat, das Änderungsprotokoll bei 250 US-Dollar im Monat mit sieben Tagen Vorhaltung. Ein Haus mit dreißig Köpfen zahlt für die Auswertung dreistellig und für die Prüfbarkeit vierstellig.
- Konzern: bedingt geeignet — Die Funktion trägt, die Beschaffung stolpert an drei Stellen. Ein Rechte- und Rollenmodell samt Nutzerabgleich über SCIM gibt es allein im Paket Enterprise nach Angebot, Anmeldung über SAML ab Scale, und das Änderungsprotokoll hält bei Boost sieben Tage, was kürzer ist als jeder Prüfzyklus. Dazu kommt eine Entscheidung, die vor allen anderen fällt: Die Region wird bei der Anmeldung gewählt, und der spätere Wechsel von der US- in die EU-Region setzt das Paket Scale voraus und wird von einem Techniker des Anbieters ausgeführt. Wer die Einstellung eines Entwicklerteams erbt, erbt damit den Verarbeitungsort.

## Tragfähigkeit des Anbieters

Finanziert: Sechs Jahre am Markt, eine datierte Runde über 70 Mio. US-Dollar vom 9. Juni 2025 und eine deutsche Tochtergesellschaft mit eigenem Registereintrag. Die Rechtsdokumente werden gepflegt: Unterauftragnehmer-Liste vom 12. Juni 2026, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung beide vom 29. Juni 2026. Der Umgang mit dem eigenen Sicherheitsvorfall vom Juni 2026 ist öffentlich dokumentiert. Die Angaben zur Zahl der Teams und zur Ertragslage stammen vom Unternehmen selbst.

- Rechtsperson und Sitz: PostHog, Inc., 2261 Market Street #4008, San Francisco, CA 94114, Vereinigte Staaten (Quelle: https://posthog.com/privacy, Stand 2026-06-29)
- Deutsche Tochtergesellschaft im Handelsregister: PostHog GmbH, Amtsgericht München HRB 306893, Oskar-von-Miller-Ring 20, 80333 München, Geschäftsführer James Hawkins; Sitzverlegung nach München am 6. November 2025, zuvor Amtsgericht Charlottenburg HRB 273221 B (Quelle: https://www.northdata.de/PostHog+GmbH, Stand 2026-08-19)
- Gründung: 2020 gegründet, Jahrgang W20 des Kapitalgebers Y Combinator; nach eigener Angabe nutzen 190.254 Teams die Produkte (Quelle: https://posthog.com/about, Stand 2026-08-19)
- Letzte gemeldete Eigenkapitalrunde: 70 Mio. US-Dollar Serie D, geführt von Stripe, mit Y Combinator, GV und Formus Capital, gemeldet am 9. Juni 2025; die Bewertung von 920 Mio. US-Dollar ist eine Angabe des Unternehmens (Quelle: https://posthog.com/blog/series-d, Stand 2025-06-09)
- Pflegestand der Rechtsdokumente: Unterauftragnehmer-Liste vom 12. Juni 2026, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung beide vom 29. Juni 2026 (Quelle: https://posthog.com/subprocessors, Stand 2026-06-12)
- Dokumentierter Vorfall und Umgang damit: Sicherheitsmeldung PSA-2026-00001 vom 2. Juni 2026, Schweregrad kritisch, abgeschlossen: Sicherheitsforscher nutzten CVE-2026-7899 in einer veralteten Chromium-Fassung, die zur Erzeugung von Heatmaps ohne Sandkasten lief, und lasen Zugangsdaten aus den Umgebungsvariablen eines Kubernetes-Behälters. Nach eigener Untersuchung über AWS CloudTrail und Wiz sowie nach Bestätigung der Forscher wurden keine Kundendaten eingesehen; die Zugangsdaten wurden gewechselt. (Quelle: https://posthog.com/handbook/company/security-advisories, Stand 2026-06-02)

## Ausstiegskosten

Mittel: Die Ereignisse kommen heraus. Stapelausleitungen schreiben den Rohstrom nach S3, BigQuery, Snowflake, Databricks, Redshift, Postgres und Azure Blob Storage, und zurückliegende Zeiträume lassen sich nachladen. Was der Export stehen lässt, ist alles, was den Zahlen erst Bedeutung gibt: die Definitionen der Trichter, die Kohorten, die Auswertungen, die Rechnung hinter einem Experiment und die Sitzungsaufzeichnungen. Der teure Teil liegt ohnehin im eigenen Quellcode. Jeder Aufruf zum Erfassen eines Ereignisses steht dort, und jeder Schalter wird an einer Stelle ausgewertet, die eine Auslieferung steuert. Wer nur auswertet, zieht in wenigen Tagen um. Wer die Schalter tief im Produkt trägt, tauscht Aufrufstellen unter laufendem Betrieb, und eine falsch ausgewertete Bedingung ist dann ein Produktionsvorfall und keine Lücke im Bericht.

## Regulatorik und Daten

| Punkt | Befund | Belegstand | Stand |
|---|---|---|---|
| Auftragsverarbeitung | im Volltext öffentlich lesbar, verbindlich erst nach Erzeugung im Konto — Der Vertragstext steht ohne Anmeldung auf der Seite. Dieselbe Seite hält fest, dass diese Fassung für sich genommen nicht bindet und allein die im Konto erzeugte und gegengezeichnete Ausfertigung zählt. Der Schritt ist selbstbedient und kostenlos, ein kostenloses Konto genügt dafür. Für die Akte bleibt er trotzdem eine Bedingung: Ohne ihn liegt kein Vertrag vor, auch wenn der Text gelesen wurde. PostHog, Inc. tritt darin als Auftragsverarbeiter auf, gegengezeichnet vom VP Operations. Eine Eigenheit fällt beim Weiterleiten an die Rechtsabteilung auf: Die Seite bietet den Vertrag in mehreren Spaßfassungen an, die für Juristen bestimmte Fassung ist eine Auswahl unter ihnen, und der Anbieter rät selbst davon ab, die übrigen zu versenden. | teilweise belegt | 2026-08-19 |
| Speicherort | EU in Frankfurt oder USA in Virginia, Wahl einmalig bei der Anmeldung — Beide Regionen stehen in jedem Tarif zur Verfügung, auch im kostenlosen, und kosten nichts extra. Die Wahl fällt bei der Anmeldung und wird danach zur Einbahnstraße: Ein Projekt von der US- in die EU-Region zu verschieben, setzt das Paket Scale oder Enterprise voraus, weil ein Techniker des Anbieters den Umzug durchführt. Wer im Entwicklerteam schnell anfängt, entscheidet damit über den Verarbeitungsort, bevor jemand aus dem Datenschutz gefragt wurde, und die Korrektur kostet ab 750 US-Dollar im Monat. Zwei Einschränkungen der EU-Wahl stehen in der Unterauftragnehmer-Liste: Cloudflare leitet den Verkehr über weltweite Randstandorte, deren Ort der Betreiber bestimmt, und die KI-Funktionen laufen unabhängig von der gewählten Region bei Anbietern in den Vereinigten Staaten. | teilweise belegt | 2026-08-19 |
| Subunternehmer | vollständige öffentliche Liste mit Zweck und Ort, verteilt auf drei Tabellen — Die Liste in der Fassung vom 12. Juni 2026 nennt jeden Empfänger mit Zweck und Verarbeitungsort. Für den Kern sind es fünf: Amazon Web Services als alleiniger Betreiber der Rechenzentren, mit Deutschland für die EU-Region, dazu Wiz für die Schwachstellensuche, PlanetScale für die Überwachung der Datenbanken, Modal Labs für abgeschottete Rechenläufe und Cloudflare für die Zustellung. Zwei weitere Tabellen liegen hinter Reitern und werden erst nach einem Klick geladen, was beim Prüfen leicht übersehen wird. Die zweite führt die Verarbeiter der KI-Funktionen, die dritte die konzerneigenen: Hiberly Ltd. im Vereinigten Königreich und die PostHog GmbH in Deutschland. Änderungen kündigt der Vertrag vierzehn Tage vorher an, ein Widerspruch ist binnen sieben Tagen möglich und führt im Streitfall zum Kündigungsrecht für die betroffene Leistung. | belegt | 2026-06-12 |
| Drittlandübermittlung | EU-US-Datenschutzrahmen und Standardvertragsklauseln, beide im Vertrag verankert — Der Auftragsverarbeitungsvertrag bestätigt unter Ziffer 10.3 die Selbstzertifizierung nach dem EU-US-Datenschutzrahmen samt britischer und schweizerischer Erweiterung und verpflichtet den Anbieter, sie aufrechtzuerhalten und ein Ende unverzüglich anzuzeigen. Davon unabhängig gelten nach Ziffer 10.4 die Standardvertragsklauseln nach Modul 2 als vollständig einbezogen, mit irischem Recht und irischen Gerichten für diese Klauseln. Fällt eine der beiden Grundlagen weg, sieht Ziffer 10.9 ausdrücklich den Wechsel auf eine andere vor. Welcher der genannten Empfänger auf welcher der beiden Grundlagen arbeitet, ordnen die öffentlichen Unterlagen nicht einzeln zu. | belegt | 2026-08-19 |
| Training mit Kundendaten | Kundeninhalte fließen voreingestellt in eigene Modelle, Widerspruch wirkt nur nach vorn — Hier lohnt sich das Nebeneinanderlegen zweier Dokumente, und der Unterschied zwischen ihnen ist der wertvollste Befund dieses Profils. Der Auftragsverarbeitungsvertrag hält unter Ziffer 2.1.3 fest, dass der Anbieter keinem Dritten und keinem Unterauftragnehmer erlaubt, Kundendaten für das Feinabstimmen oder Entwickeln von Modellen zu verwenden. Wer allein das liest, geht beruhigt aus dem Termin. Die Nutzungsbedingungen räumen unter Ziffer 5.1 dem Anbieter selbst eine weltweite, unentgeltliche Lizenz ein, Kundeninhalte für Entwicklung, Erprobung und Training eigener Modelle zu verwenden. Das ist die Voreinstellung. Ein Widerspruch ist über die Einstellungen im Produkt möglich und wirkt allein für die Zukunft; für bereits trainierte Modelle besteht ausdrücklich keine Pflicht zum Nachtrainieren oder Löschen. Zugesagt ist, die Inhalte vorher zusammenzufassen oder von Personenbezug zu befreien. Die Zusage steht im Vertrag über die Verarbeitung, die Lizenz im Vertrag über die Leistung. | teilweise belegt | 2026-06-29 |
| Aufbewahrung und Löschung | keine Frist nach Vertragsende beziffert — Ziffer 9.1 des Auftragsverarbeitungsvertrags sagt zu, die Kundendaten am Ende der Leistung auf Verlangen zurückzugeben, zur Selbstbedienung bereitzustellen oder zu löschen. Eine Frist steht dort nicht, und Ausnahmen für Rechtspflichten, laufende Streitigkeiten und die Abwehr von Missbrauch sind ausdrücklich vorbehalten. Die Datenschutzerklärung bleibt bei der Formel, man bewahre so lange auf, wie es die Zwecke erfordern, und verweist für Genaueres auf eine Anfrage. Beziffert ist an anderer Stelle zweierlei: Nach Löschung eines Kontos sind die dazu gespeicherten Daten binnen dreißig Tagen entfernt, und die laufende Vorhaltung im Produkt beträgt ein Jahr im kostenlosen und sieben Jahre im bezahlten Tarif. Wer eine Frist nach Vertragsende in der Akte braucht, verhandelt sie in den Hauptvertrag hinein. | teilweise belegt | 2026-08-19 |
| Zertifikate | SOC 2 Typ 2, Bericht über das Vertrauensportal nach Freischaltung — Ein anerkannter Nachweis für den Anbieter selbst, extern geprüft, mit benanntem Zeitraum: Der Berichtszeitraum läuft jeweils vom 1. Juni bis zum 31. Mai, der jüngste Bericht deckt die Kontrollen zum 31. Mai 2026. Weitere Normen führt das Vertrauensportal nicht; ISO 27001 und ISO/IEC 42001 stehen dort am 19. August 2026 nicht. Neben dem SOC-2-Bericht liegt dort ein Bericht über eine Eindringprüfung. Die Dokumentation nennt den Bericht öffentlich verfügbar, das Portal selbst verlangt für den Zugriff auf beide Berichte eine Freischaltung; diese beiden Angaben stimmen nicht überein. Für die erste Runde im Einkauf reicht die Nennung, für die Akte ist der Weg über das Portal zu gehen. | teilweise belegt | 2026-08-19 |
| EU-KI-Verordnung, Artikel 50 | keine Aussage zur Verordnung, obwohl KI im Produkt Antworten erzeugt — Der Anbieter führt einen KI-Assistenten für Abfragen, eine Auswertung für Anwendungen auf Sprachmodellen und eine Bildauswertung von Sitzungsaufzeichnungen. Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung vom 29. Juni 2026 regeln das Training auf Kundeninhalten ausführlich, zur KI-Verordnung (EU) 2024/1689 und ihrer Änderungsverordnung (EU) 2026/1744 sagen beide nichts, und eine eigene Seite dazu gibt es nicht. Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 gelten seit August 2026. Sie treffen hier zunächst den Betreiber, weil die KI gegenüber dem eigenen Team auftritt und nicht gegenüber Endkunden, und die Kennzeichnung lässt sich deshalb ohne Zutun des Anbieters setzen. Wer Formulierungen aus dem Assistenten in Kundenkommunikation übernimmt, verlässt diesen Rahmen und trägt die Einordnung allein. | teilweise belegt | 2026-06-29 |
| Protokollierung | Änderungsprotokoll ab dem Paket Boost, dort sieben Tage Vorhaltung — Erfasst werden Einladungen, Rollenwechsel, Änderungen an Anmeldung, SAML und SCIM, die Verwaltung von Projekten und Schlüsseln sowie jede Änderung an Schaltern, Experimenten und Auswertungen, jeweils mit Person, Zeitpunkt und dem Wert davor und danach. Das Protokoll hängt an den Plattformpaketen: sieben Tage bei Boost für 250 US-Dollar im Monat, zwei Monate bei Scale für 750 US-Dollar, sechzig Monate bei Enterprise nach Angebot. Ausgeleitet wird als CSV oder Excel sowie laufend an ein Sicherheitsauswertungssystem; die Ausleitung von Hand steht allein in der Projektansicht zur Verfügung, für die gesamte Organisation ist sie nicht vorgesehen. Nach Ablauf der Frist sind die Einträge nach Angabe des Anbieters endgültig entfernt. Sieben Tage sind kürzer als jeder Prüfzyklus, der Nachweise verlangt, weshalb die Ausleitung hier zur Kaufbedingung wird. | teilweise belegt | 2026-08-19 |

## Kosten

- Einstieg: Kostenlos und ohne Karte, mit einem monatlichen Freikontingent, das der Anbieter am 19. August 2026 mit einer Million Ereignissen, 5.000 Sitzungsaufzeichnungen, einer Million Abfragen für Schalter und 100.000 Ausnahmen beziffert. Darüber greift ein Verbrauchspreis je Ereignis, der mit der Menge fällt: 0,00005 US-Dollar zwischen einer und zwei Millionen, 0,0000343 US-Dollar bis fünfzehn Millionen, 0,000009 US-Dollar oberhalb von 250 Millionen. Zehn Millionen Ereignisse im Monat kosten nach diesen Stufen rund 324 US-Dollar. (Stand 2026-08-19)
- Teuer wird es: Die Plattformpakete, nicht das Volumen. Anmeldung über SAML beginnt bei Scale mit 750 US-Dollar im Monat, ein Rechte- und Rollenmodell samt Nutzerabgleich über SCIM gibt es erst bei Enterprise nach Angebot, und das Änderungsprotokoll setzt Boost mit 250 US-Dollar im Monat voraus. Diese drei Punkte fragt jeder Sicherheitsfragebogen ab, und sie liegen sämtlich außerhalb des Verbrauchspreises. Die zweite teure Stelle ist der Regionswechsel: Ein Projekt von der US- in die EU-Region zu verschieben, setzt Scale voraus und kostet damit mehr als die Auswertung selbst. Wer bei der Anmeldung eine Minute nachdenkt, spart 9.000 US-Dollar im Jahr.

## Drei Wege im Vergleich

### Amplitude, der Anbieter mit dem Rahmenvertrag

Amplitude und Mixpanel beantworten dieselbe Frage und sitzen in vielen Häusern bereits im Rahmenvertrag. Konzerne bleiben dabei, weil dort im Vertrag enthalten ist, was hier in Paketen liegt: Rollen und Rechte, Anmeldung über den eigenen Verzeichnisdienst, ein Protokoll mit brauchbarer Vorhaltung, ein benannter Ansprechpartner mit zugesagter Reaktionszeit. Dazu kommt ein Argument, das mit dem Produkt nichts zu tun hat und in der Beschaffung trotzdem zählt: Bei einer börsennotierten Gesellschaft steht die Prüfung der Tragfähigkeit auf öffentlichen Zahlen statt auf einer Pressemeldung. Bezahlt wird das mit einem Jahresvertrag, einer Mindestabnahme und einem Einstiegspreis, den man ohne Gespräch nicht erfährt. Der Unterschied zeigt sich beim kleinen Team am deutlichsten: Dort beginnt die eine Seite bei null und die andere bei einer Unterschrift.

### Die Werkzeuge für Sprachmodelle, wenn das Produkt eines ist

Wer ein Produkt auf Sprachmodellen baut, findet die junge Klasse dort, wo dieses Werkzeug erst seit kurzem mitspielt. Braintrust und Langfuse aus diesem Katalog messen Aufrufe, Kosten und Antwortgüte und rechnen Bewertungen gegen feste Prüfsätze, wobei die Bewertung selbst wieder von einem Modell kommt. Der Preisunterschied ist beziffert: Braintrust nennt am 19. August 2026 eine kostenlose Stufe mit vierzehn Tagen Vorhaltung und 249 US-Dollar im Monat für die nächste, Langfuse liegt quelloffen vor und läuft im Selbstbetrieb. Aufgegeben wird dabei die andere Hälfte, also Trichter, Kohorten, Schalter und Experimente über das ganze Produkt hinweg. Zwei Werkzeuge nebeneinander kosten am Ende mehr als eines, das beides kann, und sie zwingen dazu, dieselbe Nutzerkennung in zwei Systemen zu pflegen.

### Sammler an der Kante, Postgres dahinter

Technisch klein, wirtschaftlich schwierig. Ein Sammler als Worker auf Cloudflare Pages aus diesem Katalog nimmt die Ereignisse an, Supabase hält sie in Postgres, n8n verteilt sie weiter, und die Auswertungen entstehen mit Claude Code oder Cursor in wenigen Tagen. Gerechnet mit 1.200 Euro Tagessatz und zehn Personentagen sind das rund 12.000 Euro einmalig, dazu ein niedriger dreistelliger Betrag im Jahr für den Betrieb. Dagegen stehen 324 US-Dollar im Monat bei zehn Millionen Ereignissen, und unterhalb einer Million Ereignissen kostet der Anbieter nichts. Der Eigenbau bricht an drei Stellen. Postgres trägt Trichter- und Kohortenabfragen über zweistellige Millionenzahlen an Ereignissen nicht mehr, ab dort braucht es einen Spaltenspeicher und jemanden, der ihn betreibt. Sitzungsaufzeichnungen baut niemand nach, weil dort die Aufzeichnung des Bildschirminhalts samt Schwärzung von Eingabefeldern dranhängt. Und die Löschpflicht aus Artikel 17 verlangt eine Kette, die eine Person über alle Tabellen und Sicherungen hinweg entfernt, was im Eigenbau die längste Arbeit ist und im Fertigprodukt eine Schaltfläche. Wer nur Seitenaufrufe zählen will, baut trotzdem besser selbst und spart sich das Werkzeug ganz.

Empfehlung nach Größe:

- Solopreneur: Nehmen, das Freikontingent trägt den Zweck ohne Karte.
- KMU: Kaufen, die Region aber vor dem ersten Ereignis festlegen.
- Konzern: Erst Paket und Region klären, dann über Ereignisse reden.

## Einordnung

- Setzt Methode um: [Activation als Retention-Hebel](https://www.convios.com/de/methodik/activation-retention) — Aktivierung und Bindung lassen sich nur behaupten, solange niemand nachmisst, und dieses Werkzeug ist die übliche Stelle, an der aus der Behauptung eine Kurve wird.
- Setzt Methode um: [Funnel-Math statt Close-Rate](https://www.convios.com/de/methodik/funnel-math) — Die Rechnung hinter einem Trichter entscheidet, welche Stufe überhaupt Arbeit lohnt, und sie braucht eine Ereignisspur, die vor der Analyse angelegt wurde.
- Setzt Methode um: [Growth Loops statt Funnel (PLG)](https://www.convios.com/de/methodik/growth-loops-plg) — Eine Wachstumsschleife wird über Schalter und Experimente gebaut und gemessen, weshalb die Wahl des Werkzeugs hier gleich die Wahl der Ausrollmechanik ist.
- Setzt Methode um: [Regulatorik-Dichte-Test](https://www.convios.com/de/methodik/regulatorik-dichte-test) — Die Dichte der Nachweispflichten entscheidet, ob Protokoll, Rollenmodell und EU-Region Zusatz sind oder Kaufbedingung, und genau daran hängt hier der Sprung ins nächste Paket.
- Alternative: Plausible Analytics
- Alternative: [Langfuse](https://www.convios.com/de/werkzeugkasten/langfuse)
- Alternative: Supabase
- Verdrängt: Der Wochenbericht aus der Tabelle, den einmal im Monat jemand von Hand zusammenzieht, Der Schalter für eine neue Funktion als fest verdrahtete Bedingung im Quellcode, Die Frage nach dem Grund für einen Abbruch, die im Team ohne jede Aufzeichnung geraten wird

## Belege

- Rechtsträger, Sitz und die Rolle des Anbieters als Verantwortlicher für Website und selbst betriebene Installationen, dazu die Formel zur Aufbewahrung und die Klausel zur Verwendung von Kundeninhalten für Entwicklung und Training — https://posthog.com/privacy (Stand 2026-06-29)
- Ziffer 5.1 der Nutzungsbedingungen: weltweite, unentgeltliche Lizenz zur Verwendung von Kundeninhalten für Entwicklung, Erprobung und Training eigener Modelle, Widerspruch möglich und allein für die Zukunft wirksam — https://posthog.com/terms (Stand 2026-06-29)
- Auftragsverarbeitung durch PostHog, Inc., das Verbot für Dritte und Unterauftragnehmer, Kundendaten für Modelle zu verwenden, Standardvertragsklauseln nach Modul 2 mit irischem Recht, Selbstzertifizierung nach dem EU-US-Datenschutzrahmen, Rückgabe oder Löschung am Ende der Leistung ohne Frist, sowie der Hinweis, dass allein die im Konto erzeugte Ausfertigung bindet — https://posthog.com/dpa (Stand 2026-08-19)
- Unterauftragnehmer mit Zweck und Verarbeitungsort in drei Tabellen: Amazon Web Services mit Deutschland für die EU-Region, Wiz, PlanetScale, Modal Labs und Cloudflare für den Kern; OpenAI, Google, Anthropic, Microsoft und Cloudflare für die KI-Funktionen; Hiberly Ltd. und die PostHog GmbH als konzerneigene — https://posthog.com/subprocessors (Stand 2026-06-12)
- Freikontingent je Produkt, Verbrauchsstufen je Ereignis, ein Jahr Vorhaltung im kostenlosen und sieben Jahre im bezahlten Tarif, Anmeldung über Google, GitHub und GitLab in jedem Tarif — https://posthog.com/pricing (Stand 2026-08-19)
- Plattformpakete Boost mit 250 US-Dollar und Scale mit 750 US-Dollar im Monat, Enterprise nach Angebot, mit der Zuordnung von SAML, Rechte- und Rollenmodell, SCIM und den Vorhaltefristen des Änderungsprotokolls von sieben Tagen, zwei Monaten und sechzig Monaten — https://posthog.com/platform-packages (Stand 2026-08-19)
- Umfang des Änderungsprotokolls, endgültige Entfernung nach Ablauf der Vorhaltung und die Beschränkung der Ausleitung von Hand auf die Projektansicht — https://posthog.com/docs/settings/activity-logs (Stand 2026-08-19)
- Wechsel zwischen den Regionen nur mit dem Paket Scale oder Enterprise und ausgeführt durch einen Techniker des Anbieters, während der Wechsel innerhalb einer Region in jedem Tarif selbst möglich ist — https://posthog.com/docs/settings/projects (Stand 2026-08-19)
- Empfehlung des Anbieters für die EU-Region in Frankfurt bei Anforderungen aus der Datenschutz-Grundverordnung, Werkzeuge zur Verfremdung vor der Speicherung und Entfernung der Kontodaten binnen dreißig Tagen nach Löschung — https://posthog.com/docs/privacy/data-storage (Stand 2026-08-19)
- SOC 2 Typ 2 nach externer Prüfung, Berichtszeitraum vom 1. Juni bis 31. Mai und jüngster Bericht mit Kontrollen zum 31. Mai 2026 — https://posthog.com/docs/privacy/soc2 (Stand 2026-08-19)
- Ziele der Stapelausleitung und die Möglichkeit, zurückliegende Zeiträume nachzuladen — https://posthog.com/docs/cdp/batch-exports (Stand 2026-08-19)
- Selbstbetrieb über Docker Compose unter MIT-Lizenz ohne Unterstützung und ohne die bezahlten Funktionen, mit der Empfehlung des Anbieters, oberhalb von 300.000 Ereignissen im Monat die betriebene Fassung zu nutzen — https://posthog.com/docs/self-host (Stand 2026-08-19)
- Sicherheitsmeldung PSA-2026-00001 vom 2. Juni 2026 mit Hergang, Umfang und Ergebnis der eigenen Untersuchung — https://posthog.com/handbook/company/security-advisories (Stand 2026-06-02)
- Runde über 70 Mio. US-Dollar unter Führung von Stripe mit Y Combinator, GV und Formus Capital sowie die Bewertung nach eigener Angabe — https://posthog.com/blog/series-d (Stand 2025-06-09)
- Gründungsjahr, Jahrgang beim Kapitalgeber Y Combinator und die Zahl der Teams nach eigener Angabe — https://posthog.com/about (Stand 2026-08-19)
- Registereintrag der deutschen Tochtergesellschaft mit Registergericht, Nummer, Anschrift, Geschäftsführung und Sitzverlegung — https://www.northdata.de/PostHog+GmbH (Stand 2026-08-19)
- Preisstufen von Braintrust am 19. August 2026 als Vergleichsmaßstab für die KI-native Klasse — https://www.braintrust.dev/pricing (Stand 2026-08-19)
